Rente / 07.12.2018

Zurück auf den Arbeitsmarkt mit ELAN

Modellprojekt will langzeitarbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt integrieren.

Schild mit Aufschrift: jobcenter team.arbeit Anmeldung, im Vordergrund zwei Gesichtsprofile im Schatten. – Bild: Getty Images © Krisztian Bocsi

München/Nürnberg (drv). Im Rahmen des Projektes ELAN arbeiten bayernweit die Regionalträger der gesetzlichen Rentenversicherung mit insgesamt acht Jobcentern sowie den Berufsförderungswerken Nürnberg und München eng zusammen.

Die beteiligten Institutionen erproben dabei im engen Schulterschluss, mit welchem Vorgehen und Maßnahmen notwendige Schnittstellen optimiert werden können und somit in Bayern auf diese Weise innerhalb der kommenden viereinhalb Projektjahre langzeitarbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können.

Modellprojekt zur Integration in den Arbeitsmarkt wird wissenschaftlich begleitet

„Die dabei angewandten Methoden werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet“, so Sandra Naether, Leiterin der Abteilung Teilhabe/Rehabilitation bei der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern. Sie koordiniert unter den Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung in Bayern das Modellprojekt, welches am 22. November gemeinsam mit den beteiligten Akteuren im BFW Nürnberg der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

ELAN soll Langzeitarbeitslosen den Weg in die berufliche Reha erleichtern

„Eine nicht zu unterschätzende Zahl der Langzeitarbeitslosen wird durch gesundheitliche Einschränkungen an der Wiederaufnahme einer Arbeit gehindert. Diese Menschen leben häufig von Arbeitslosengeld II, obwohl gute Aussichten bestehen, sie mit Hilfe einer beruflichen Rehabilitation (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erklärt Sandra Naether das Modellprojekt ELAN.

ELAN steht für RETURN TO LEARN und wird durch den Ausbau der Zusammenarbeit und eine stärkere Vernetzung der Rechtskreise SGB II und SGB VI Langzeitarbeitslose mit Rehabilitationspotenzial künftig zügig und unbürokratisch in ein Rehabilitationsverfahren der Rentenversicherungsträger überführen. Durch ELAN werden neue Kommunikationsstrukturen geschaffen, die den Austausch zwischen den Rechtskreisen optimieren.

Weitere Informationen

www.modellvorhaben-rehapro.de
Seite von rehapro: „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben“

Autor

 Deutsche Rentenversicherung