Brutto Netto Rechner 2021 | Gehaltsrechner 2021

Wieviel Netto bleibt vom Bruttogehalt? Der Brutto-Netto-Rechner 2021 berechnet Ihr Nettogehalt und die Abzüge für Steuern und Sozialversicherung.

Nettogehalt berechnen – so geht‘s

Schauen Sie in Ihren Unterlagen zunächst nach

  • dem genauen Jahresbruttogehalt
  • Ihrer Steuerklasse (I bis VI)
  • und den Zusatzbeitrag (Sonderbeitrag) Ihrer Krankenversicherung (in Prozent), wenn Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

Darüber hinaus benötigt der Gehaltsrechner noch einige weitere Angaben, unter anderem, wie viele Kinder Sie haben, in welchem Bundesland Sie arbeiten und ob Sie Mitglied einer Kirche sind.

Bitte lesen Sie auch die Erläuterungen zu den Eingaben.

Einnahmen
Besteuerungsgrundlagen
Sozialversicherungsangaben

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand 2021.

Brutto und Netto – was ist der Unterschied?

Arbeitnehmer müssen einen Teil ihres Gehalts für Steuern und für Sozialversicherungsbeiträge abführen. Das geschieht automatisch mit der monatlichen Gehaltsabrechnung. Das heißt, Ihr Arbeitgeber behält Steuern und Sozialversicherung direkt ein und zahlt Ihnen den Restbetrag aus.

Das Bruttogehalt bezeichnet das Gehalt vor Abzug von Steuern und Sozialversicherung.

Das Nettogehalt bezeichnet das Gehalt nach Abzug. Das Nettogehalt ist also der Restbetrag, der Ihnen tatsächlich ausbezahlt wird.

Was wird vom Bruttogehalt abgezogen?

Steuern

  • Lohnsteuer
  • Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag (Soli)

Sozialversicherung

  • Beiträge zur Krankenversicherung (für gesetzlich Versicherte)
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung und
  • Pflegeversicherung.

Wer muss Steuern und Sozialversicherung zahlen?

  • Lohnsteuer müssen Sie nur zahlen, wenn Sie bestimmte Einkommensgrenzen überschreiten.
  • Kirchensteuer zahlen Sie, wenn Sie Lohnsteuer zahlen und zugleich Mitglied einer Religionsgemeinschaft sind, die Kirchensteuern erhebt.
  • Der Soli wird 2021 nur noch bei sehr hohem Einkommen fällig.
  • Wer privat krankenversichert ist, zahlt keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.
  • Bei Beamten entfallen die Abzüge für die Sozialversicherung.

Soli fällt 2021 meist weg – Freigrenzen angehoben

Etwa 90 Prozent der Arbeitnehmer müssen von 2021 an keinen Soli mehr zahlen. Der Gesetzgeber hat die Freigrenzen kräftig angehoben, bis zu denen kein Solidaritätszuschlag erhoben wird.

Freigrenze Solidarzuschlag 2021: 16.956 Euro (Verheiratete: 33.912 Euro)

Wessen Einkommenssteuer unterhalb der Freigrenze liegt, muss keinen Soli zahlen.

Sozialversicherung: Arbeitgeber zahlt die Hälfte

In Deutschland übernimmt der Arbeitgeber – von einigen Ausnahmen abgesehen –die Hälfte der Beiträge für die Sozialversicherung. So beträgt zum Beispiel 2021 der Beitragssatz für die Rentenversicherung 18,6 Prozent. Davon zahlen Sie als Arbeitnehmer aber nur 9,3 Prozent.

Ausnahmen von der paritätischen Verteilung der Sozialversicherungsbeiträge

In der knappschaftlichen Rentenversicherung übernimmt der Arbeitgeber einen höheren Anteil. Versicherte zahlen mit 9,3 Prozent den gleichen Beitragssatz wie in der allgemeinen Rentenversicherung, den Rest von 15,4 Prozent zahlt der Arbeitgeber.

In Sachsen tragen Arbeitnehmer einen etwas höheren Anteil der Pflegeversicherung. Das hängt mit der Streichung eines gesetzlichen Feiertags zusammen.

Von brutto zu netto: Wie viel wird 2021 vom Gehalt abgezogen?

Die Höhe der Lohnabzüge ist individuell verschieden. Wieviel netto vom Brutto bleibt, hängt zum Großteil von Ihrer Steuerklasse ab.

Lohnsteuer

Der Lohnsteuerabzug wird hauptsächlich von der Steuerklasse bestimmt. Je nach Steuerklasse gibt es bestimmte Einkommensgrenzen, unterhalb denen keine Lohnsteuer abgezogen wird.

Kirchensteuer

Die Kirchensteuer hängt von der Lohnsteuer ab. Heißt: Wer wegen eines zu geringen Einkommens keine Lohnsteuer zahlt, muss auch keine Kirchensteuer zahlen.

Für alle anderen gilt:

  • Die Kirchensteuer beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 Prozent der Lohnsteuer,
  • in allen anderen Bundesländern 9 Prozent der Lohnsteuer.

Solidaritätszuschlag (Soli)

Auch der Soli orientiert sich an der Lohnsteuer. Er beträgt 5,5 Prozent der Lohnsteuer, wenn die Freigrenze überschritten ist.

Rentenversicherung

Für die gesetzliche Rentenversicherung gehen auch 2021 9,3 Prozent von Ihrem Bruttogehalt ab.

Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung kostet Sie mindestens 7,3 Prozent. Das ist die Hälfte des so genannten allgemeinen Krankenversicherungsbeitrags, der 2021 wie in den Vorjahren gesetzlich auf 14,6 Prozent festgelegt ist.

Hinzu kommt aber meist noch ein Zusatzbeitrag (Sonderbeitrag), den jede Krankenkasse selbst jährlich neu festlegt. Von diesem Zusatzbeitrag geht die Hälfte von Ihrem Gehalt ab.

Pflegeversicherung

Der Beitrag zur Pflegeversicherung hängt vom Bundesland ab und ob Sie Kinder haben. Ihr Anteil liegt mindestens bei 1,525 Prozent, höchstens bei 2,275 Prozent. Die Beitragssätze wurden zuletzt 2019 erhöht.

Arbeitslosenversicherung

Für die Arbeitslosenversicherung werden 1,2 Prozent abgezogen. Der Beitragssatz wurde zuletzt 2019 gesenkt.

Sozialversicherung Beitragssätze 2021

Beitragssatz Anteil Arbeitnehmer (= Abzug vom Bruttogehalt)
Rentenversicherung 18,6 % (Knappschaftliche Rentenversicherung: 24,7 %) 9,3 %
Arbeitslosenversicherung 2,4 % 1,2 %
Krankenversicherung 14,6 % zzgl. Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse 7,3 % zzgl. Hälfte des Zusatzbeitrags der jeweiligen Krankenkasse
Pflegeversicherung Versicherte mit Kind 3,05 % Kinderlose ab 23 Jahren 3,30% Versicherte mit Kind 1,525 %, Kinderlose ab 23 Jahren 1,65%

Nur in Sachsen: Versicherte mit Kind 2,025 %, Kinderlose ab 23 Jahren 2,275%

Erläuterungen zur Eingabe

Pflichtfelder sind mit einem * gekennzeichnet. Diese Angaben sind für die Berechnung mindestens notwendig. Trifft eine verlangte Angabe nicht auf Sie zu, geben Sie bitte „0“ ein.

  • Zahlenformat für Euro-Beträge: Bitte geben Sie Euro-Beträge im Format 12.345,67 oder 12345,67 an.
  • Jahres-Bruttoeinkommen: Geben Sie bitte Ihr voraussichtliches Jahresbruttoeinkommen ein. Es besteht aus den monatlichen Bruttoverdiensten plus Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie weiteren tariflichen Sonderzahlungen.
  • Geldwerter Vorteil: Als geldwerter Vorteil wird die private Nutzung von zu Dienstzwecken zur Verfügung gestellten Gütern bezeichnet. Am meisten verbreitet ist die private Nutzung von Dienstwagen. Dafür muss monatlich ein Prozent des Listenpreises versteuert werden. Geben Sie bitte den Jahresbetrag an.
  • Steuerklasse: Geben Sie bitte Ihre Steuerklasse an. Sie finden sie unter anderem auf Ihrem Lohnsteuernachweis.
  • Zahl der Kinderfreibeträge: Geben Sie bitte die Zahl der auf Ihrer Lohnsteuerkarte eingetragenen Kinderfreibeträge an. Sie muss nicht der Zahl Ihrer Kinder entsprechen, da ein Teil der Kinderfreibeträge auch auf der Lohnsteuerkarte Ihres Partners eingetragen sein kann. Daher auch die Auswahlmöglichkeit in 0,5-Schritten.
  • Bundesland: Wählen Sie bitte das Bundesland aus, in dem Sie lohnsteuerpflichtig sind (Ort der Arbeitsstätte).
  • Kirchensteuer: Geben Sie bitte an, ob Sie kirchensteuerpflichtig sind.
  • Freibeträge: Geben Sie bitte die auf Ihrer Lohnsteuerkarte eingetragenen Freibeträge (zum Beispiel für Aufwendungen für den Weg zur Arbeit) an.
  • Gesetzliche Krankenversicherung: Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung ist gesetzlich auf 14,6 Prozent festgelegt. Hier sind keine Eingaben nötig.
  • Sonderbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung: Krankenkassen erheben neben dem allgemeinen Beitragssatz einen Zusatzbeitrag (Sonderbeitrag). Tragen Sie hier nach Möglichkeit den Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse ein. Falls Sie den Beitragssatz nicht zur Hand haben, können Sie den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,3 Prozent verwenden.
  • Private Kranken-/Pflegeversicherung: Wenn Sie privat krankenversichert sind, tragen Sie hier bitte Ihre monatliche Krankenversicherungsprämie inklusive Pflegeversicherungsprämie ein.
  • Kinderlos? Klicken Sie bitte „ja“ an, wenn Sie keine Kinder haben und über 23 Jahre alt sind.
    Sozialversicherungspflichtig? Klicken Sie bitte an, ob Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind oder nicht.
  • Knappschaftliche Rentenversicherung? Wenn Sie in der knappschaftlichen Rentenversicherung versichert sind, geben Sie das bitte hier an.
  • Zahl der Kinderfreibeträge: Geben Sie bitte die Zahl der auf Ihrer Lohnsteuerkarte eingetragenen Kinderfreibeträge an. Sie muss nicht der Zahl Ihrer Kinder entsprechen, da ein Teil der Kinderfreibeträge auch auf der Lohnsteuerkarte Ihres Partners eingetragen sein kann.

Infos zum Brutto-Netto-Rechner Gehalt

Die Ergebnisse stellen keine Auskunft über Ihre Steuerschuld und Sozialversicherungsbeiträge dar. Die Steuerberechnungen innerhalb des Rechners basieren auf dem „Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung der Lohnsteuer“ des Bundesfinanzministeriums. Mit dem Rechner wird eine angenäherte Einkommensteuer berechnet. Die Berechnung der tatsächlichen Einkommensteuer ist sehr komplex und wird von Ihrem zuständigen Finanzamt nach Prüfung aller Unterlagen unter Berücksichtigung der aktuellen Gesetzeslage und Ihrer individuellen Situation berechnet. Diese Berechnung ist im Rahmen eines Online-Rechners, der aus Gründen der Verständlichkeit und Übersichtlichkeit nur mit wenigen Eingaben arbeitet, nicht möglich.


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