Der Generationenvertrag

Aus Prinzip solidarisch. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung übernimmt eine Generation Verantwortung für die nächste. Das System hat sich bewährt, muss aber auch Belastungen bestehen.

Oma mit Enkel vor dem Comupter – Bildnachweis: wdv © J.Lauer

Ein solidarisches Prinzip

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung werden die Beiträge der Versicherten nicht gespart, sondern gleich wieder für die laufenden Ausgaben verwendet. Das ist der sogenannte Generationenvertrag. Fachleute sprechen vom Umlageverfahren.

In der gesetzlichen Rentenversicherung ziehen viele Menschen an einem Strang. Fast alle Arbeitnehmer, Arbeitgeber und viele Selbstständige zahlen Beiträge und bilden damit die Solidargemeinschaft, die die jetzigen Renten finanziert. Damit erwerben die Versicherten einen Rechtsanspruch auf eine eigene Rente. Neben der Rentenzahlung hilft die Solidargemeinschaft mit Leistungen zur Rehabilitation und gibt Zuschüsse zur Krankenversicherung der Rentner.

Dieses System hat Vor- und Nachteile: Ein Vorteil ist, dass es flexibel auf unvorhergesehene Situationen reagieren kann. Die deutsche Einheit ist ein Beispiel dafür. Auch Währungsreformen, Wirtschaftskrisen oder Inflation konnten gemeistert werden. Ihre Widerstandsfähigkeit zeigte die gesetzliche Rentenversicherung zuletzt in den Finanz- und Währungskrisen seit 2008.

Da die Renten nicht aus Kapitalvermögen, sondern aus den laufend eingehenden Beiträgen gezahlt werden, konnte die Auszahlung der Renten jeweils sofort wieder beginnen. Nachteilig ist, dass die steigende Lebenserwartung und die sinkende Bevölkerungszahl Beitragszahler und Rentner belasten. Der Gesetzgeber hat darauf mit mehreren Rentenreformen reagiert. ihre-vorsorge.de bietet Ihnen Basisinformationen zu wichtigen Leistungsbereichen der gesetzlichen Rente.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website der Deutschen Rentenversicherung www.deutsche-rentenversicherung.de.

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