Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Abgeltungsteuer für Einkünfte aus Kapitalerträgen und auf private Veräußerungsgewinne

Seit Januar 2009 unterliegen Einkünfte aus Kapitalerträgen und private Veräußerungsgewinne der Abgeltungsteuer. Der einheitliche Satz von 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag sowie acht oder neun Prozent Kirchensteuer wird direkt von dem jeweiligen Geldinstitut an das Finanzamt abgeführt.

Besteuert werden Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen, Kurs- und Währungsgewinne. Mit einer Ausnahme: Aktien, Fonds und festverzinsliche Wertpapiere, die vor dem 1. Januar 2009 erworben und mindestens ein Jahr lang gehalten wurden, haben Bestandsschutz und bleiben steuerfrei.

Weiterhin gelten auch die bisherigen Freibeträge von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete. Allerdings wurden der ehemalige Sparerfreibetrag und die Werbungskosten zu einer Pauschale zusammengefasst, dem Sparerpauschbetrag. Die tatsächlichen Werbungskosten können seit dem also nicht mehr zusätzlich geltend gemacht werden.

Keine Abgeltungsteuer wird erhoben auf Anlagen, die ausschließlich der privaten Altersvorsorge dienen. Darunter fallen Riester-Fondssparpläne, die Rürup-Rente, Betriebsrenten und auch private Renten- und Kapitallebensversicherungen, soweit diese vor 2005 abgeschlossen wurden und mindestens zwölf Jahre gehalten werden.

 

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