Lexikon – Abschlag bei Erwerbsminderungsrente

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Abschlag bei Erwerbsminderungsrente

Auch bei Erwerbsminderungsrenten spielen Abschläge eine Rolle.

Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung werden durch einen Abschlag gemindert, wenn der Versicherte sie vor dem 63. Lebensjahr  bezieht. Der Abschlag beträgt pro Monat vorzeitiger Inanspruchnahme 0,3 Prozent, pro Jahr 3,6 Prozent. Er ist auf maximal 10,8 Prozent begrenzt.

Allerdings wird die Grenze von 63 Jahren für eine Erwerbminderungsrente ohne Abschläge seit 2012 stufenweise bis 2024 auf 65 Jahre angehoben. Wer dann mit 62 Jahren oder früher erwerbsgemindert wird, muss 10,8 Prozent seiner Rente als Abschlag hinnehmen. Im Jahre 2018 gilt ein Alter von 64 Jahren hier als Referenzalter, aus dem die Abschläge bei vorzeitigem Rentenbeginn errechnet werden. Bei Eintritt der Erwerbsminderung in einem Alter von 61 Jahren und darunter wird demgemäß bei Rentenbeginn im Jahre 2018 ein Abschlag von 10,8 Prozent berechnet.

Als Ausgleich wurde die Zurechnungszeit für Renten mit Rentenbeginn ab 1. Juli 2014 bis zum 62. Lebensjahr verlängert. Für Renten mit Rentenbeginn im Jahre 2018 wird diese Zurechnungszeit bis zum Alter 62 Jahre und drei Monate weiter verlängert. Bis zum Jahre 2024 wird sie dann stufenweise bis auf das 65. Lebensjahr ausgedehnt. Zudem wurde eine Günstigerregelung für neu Erwerbsgeminderte für die letzten vier Jahre vor Rentenbeginn eingeführt, so dass sich eventuelle Krankheitszeiten oder Arbeitszeitreduzierungen in diesem Zeitraum nicht mehr rentenmindernd auf die Bewertung der Zurechnungszeit auswirken. 

Weitere Informationen:

Zurechnungszeit

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