Abschlag bei vorzeitiger Altersrente – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Abschlag bei vorzeitiger Altersrente

Altersrenten, die vor der jeweils geltenden gesetzlichen Regelaltersgrenze in Anspruch genommen werden, werden mit einem Rentenabschlag belegt. Dieser beträgt pro Monat des vorzeitigen Rentenbezugs 0,3 Prozent, pro Jahr also 3,6 Prozent. Da ein vorgezogener Rentenbeginn von maximal drei Jahren möglich ist, beträgt der höchstmögliche Abschlag deshalb 10,8 Prozent (36 Monate x 0,3 Prozent). Die Regelaltersgrenze liegt im Jahre 2022 für Versicherte des Geburtsjahrganges 1957 bei 65 Jahren und elf Monaten. Bei einer Inanspruchnahme der Rente mit dem 62. Lebensjahr und elf Monaten beträgt somit der Abschlag 10,8 Prozent.

Maßgeblich für die Berechnung des Abschlags ist der Zeitpunkt der vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente gegenüber der für den Versicherten maßgeblichen Regelaltersgrenze. Eine solche Rentenminderung kann durch eine besondere Beitragszahlung ganz oder teilweise ausgeglichen werden (siehe Beitrag zum Ausgleich eines Altersrentenabschlags). Bei späterer Inanspruchnahme einer anderen Rentenart und für die Hinterbliebenen bleibt der Abschlag in der Folgerente erhalten.

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