Anpassung der Renten – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Anpassung der Renten

Die Renten werden jährlich entsprechend der Veränderung verschiedener Faktoren angepasst.

Seit dem 1. Juli 2001 werden neben der Bruttolohnentwicklung auch die Veränderungen beim Beitragssatz zur Rentenversicherung, seit 2003 die steuerlich geförderten Beiträge der Arbeitnehmer für eine zusätzliche private Altersvorsorge sowie – seit 2005 – die Veränderung des Verhältnisses zwischen Beitragszahlern und Rentnern (Nachhaltigkeitsfaktor) berücksichtigt.

Zudem wird durch eine erweiterte Schutzklausel ("Rentengarantie") seit 2009 verhindert, dass die im Grundsatz an die Entwicklung der Löhne und Gehälter gekoppelte Rentenanpassung im Fall einer rückläufigen Lohnentwicklung zu einer Rentenminderung führt. Die durch die erweiterte Schutzklausel unterbliebenen Rentenkürzungen werden im sogenannten Ausgleichsbedarf erfasst und später dadurch realisiert, dass positive Rentenanpassungen solange halbiert werden, bis der Ausgleichsbedarf abgebaut ist.

Ab 2019 wird bei den Rentenanpassungen auch noch eine so genannte "Niveausicherungsklausel" zu beachten sein. Sie soll sicherstellen, dass in der Zeit vom 1. Juli 2019 bis zum 1. Juli 2025 mit dem jährlich anlässlich der Rentenanpassungen ermittelten aktuellen Rentenwert das Sicherungsniveau der Renten vor Steuern des laufenden Jahres in Höhe von 48 Prozent nicht unterschritten wird. Gegebenenfalls ist der aktuelle Rentenwert so anzuheben, dass dieses Sicherungsniveau mindestens 48 Prozent beträgt.

Die Rentenanpassung zum 01.07.2019 wird nach dem Rentenvesicherungsbericht 2019 voraussichtlich im Westen 3,18 Prozent und im Osten 3,91 Prozent betragen.

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