Beitrag zum Ausgleich eines Altersrentenabschlags – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Beitrag zum Ausgleich eines Altersrentenabschlags

Rentenminderungen wegen der vorzeitigen Inanspruchnahme einer Altersrente kann der Versicherte ab seinem 50. Lebensjahr ganz oder teilweise durch zusätzliche Beiträge ausgleichen. Der Aufwand für eine derartige Zusatzzahlung ist allerdings beträchtlich.

Bei einer Bruttorente von beispielsweise 800 Euro im Monat in den alten Bundesländern und einem Jahr vorzeitigem Rentenbeginn (Rentenminderung 3,6 Prozent oder 28,80 Euro) müsste zum vollen Ausgleich der Rentenminderung ein Betrag von rund 6.750 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Bei 1.000 Euro Rente und zwei Jahren vorzeitigem Rentenbeginn (Minderung 7,2 Prozent oder 72 Euro) sind schon rund 17.500 Euro aufzuwenden. Wer bei einer Rente von 1.200 Euro monatlich drei Jahre früher in Rente gehen möchte, kann 130 Euro Rentenminderung (10,8 Prozent) durch rund 32.800 Euro ausgleichen. Wer wissen möchte, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sich eine zusätzliche Zahlung von Beiträgen lohnt, sollte sich unbedingt von seinem Rentenversicherungsträger individuell beraten lassen  Immerhin haben im Jahre 2019 rund 26.000 Versicherte von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht (Quelle: Deutsche Rentenversicherung zu "Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen" mit Zahlen von 2021).

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