Beitragsbemessungsgrenze – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze beschreibt die Höhe des Einkommens, bis zu dem Beiträge zur Sozialversicherung erhoben werden. Darüber liegende Verdienstbestandteile bleiben beitragsfrei. In der allgemeinen (gesetzlichen) Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung beträgt die Beitragsbemessungsgrenze seit 01.01.2022

  • in den alten Bundesländern 7.050 Euro monatlich, das sind 84.600 Euro jährlich.
  • in den neuen Bundesländern 6.750 Euro monatlich, das sind 81.000 Euro jährlich.

In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt die Beitragsbemessungsgrenze 2022

  • in den alten Bundesländern 8.650 Euro im Monat (103.800 Euro im Jahr),
  • in den neuen Bundesländern 8.350 Euro monatlich (100.200 Euro im Jahr).

Die Höchstgrenze, bis zu der Beiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung erhoben werden, liegt 2022 in den alten und neuen Bundesländern einheitlich bei monatlich 4.837,50 Euro (58.050 Euro jährlich).

Zum ersten Mal seit Einführung der Beitragsbemessungsgrenzen im Jahre 1957 ist ihr Betrag im Westen im Jahre 2022 rückläufig. Der Grund liegt in der rückläufigen Einkommensentwicklung infolge der Corona-Pandemie und den damit verbunden wirtschaftlichen Einschränkungen.

Ab 2025 wird es auch für die Beitragsbemessungsgrenzen und die Bezugsgröße nur noch einheitliche Werte für ganz Deutschland geben. Dies ist eine Folge der mit dem Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz vom 17.07.2017 (BGBl I Nr. 49 S. 2575) begonnenen Angleichung der Aktuellen Rentenwerte in Ost und West bis zum 01.07.2024.

Die Bezugsgröße und die Beitragsbemessungsgrenze werden zeitgleich entsprechend schrittweise jeweils zum Jahresbeginn angeglichen.

Ab 2025 dient dann die gesamtdeutsche Lohnentwicklung als Basis für die Festlegung dieser Größen.

 

 

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