Beitragssatz – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Beitragssatz

Der Beitragssatz ist der Prozentsatz des Bruttoentgelts, nach dem der Beitrag zur Sozialversicherung berechnet wird. Seit 2018 beträgt der Beitragssatz zur Rentenversicherung

  • zur allgemeinen Rentenversicherung 18,6 Prozent,
  • zur knappschaftlichen Rentenversicherung 24,7 Prozent.

Beitragssatzgarantie bis 2025: Zur Wahrung der Beitragssatzstabilität wird nach dem RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetz vom 28.11.2018 dafür Sorge getragen, dass der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung die Marke von 20 Prozent bis zum Jahr 2025 nicht überschreitet und die Marke von 18,6 Prozent nicht unterschreitet. Die Einhaltung der Beitragssatzobergrenze wird durch eine neu eingeführte Beitragssatzgarantie abgesichert, indem bei Bedarf weitere Bundesmittel für die allgemeine Rentenversicherung bereitzustellen sind. Dafür wird im Bundeshaushalt Vorsorge getroffen. Die Beitragssatzgarantie gilt uneingeschränkt, so dass auch bei unvorhersehbaren Entwicklungen die Beitragssatzobergrenze eingehalten wird (s. hierzu auch unter "Bundeszuschuss").

In der Krankenversicherung gibt es einen einheitlichen Beitragssatz von 14,6 Prozent, der hälftig vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufzubringen ist. Weitere Beitragsleistungen in Form von kassenindividuellen Zusatzbeiträgen der einzelnen Krankenkassen teilen sich ab 2019 wieder Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen beträgt 2019 0,9 Prozent des Arbeitsentgelts, ist aber bei den einzelnen Kassen äußerst unterschiedlich.

Der Pflegeversicherungsbeitrag erhöht sich 2019 von 2,55 Prozent (2,8 Prozent für kinderlose Versicherte über 23 Jahre) auf 3,05 Prozent (3,30 Prozent für kinderlose Versicherte über 23 Jahre). Den Zuschlag für Kinderlose haben diese in voller Höhe allein zu tragen, im Übrigen teilen sich auch hier Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Beitrag je zur Hälfte (Ausnahme gilt für Sachsen: Hier trägt der Arbeitnehmer den Beitrag allein als Ausgleich für den in Sachsen nicht abgeschafften Bußtag als Feiertag).

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird 2019 dauerhaft von 3 Prozent auf 2,6 Prozent gesenkt, ebenfalls hälftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu tragen. Eine darüber hinausgehende Senkung von 0,1 Prozent ist zunächst auf die Zeit bis 2022 begrenzt, so dass der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung bis dahin 2,5 Prozent beträgt.

 

 

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