Bezugsgröße – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Bezugsgröße

Die Bezugsgröße ist ein zentraler Wert der gesamten Sozialversicherung. Aus ihr werden andere Werte abgeleitet (z.B. in der Rentenversicherung der Regelbeitrag für die Selbstständigen), die in den einzelnen Sozialversicherungszweigen bedeutsam sind. Die Bezugsgröße "West" wird aus dem Durchschnittsentgelt der gesetzlichen Rentenversicherung in den alten Ländern des vorvergangenen Jahres (für 2020 also aus 2018), aufgerundet auf den nächsthöheren durch 420 teilbaren Betrag, ermittelt. Sie beträgt 2020 jährlich 38.220 Euro (monatlich 3.185 Euro).

Die Bezugsgröße "Ost" wird abweichend von der Bezugsgröße "West" in Anlehnung an das in den neuen Ländern noch niedrigere Einkommensniveau und die dortige besondere Lohndynamik festgesetzt. Sie beträgt 2020 jährlich 36.120 Euro und monatlich 3.010 Euro.

Die noch unterschiedlichen Bezugsgrößen werden ebenso wie die Beitragsbemessungsgrenzen nach dem Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz vom 17.07.2017 (BGBl I Nr. 49 S. 2575) zeitgleich mit der stufenweisen Angleichung der Aktuellen Rentenwerte bis 2025 entsprechend angeglichen. Ab 2025 gibt es dann hierfür nur noch einheitliche Werte für ganz Deutschland. Als Basis für die Festlegung dieser Beträge wird dann die gesamtdeutsche Lohnentwicklung dienen.

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