Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Erwerbsminderungsrenten

Das Recht der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ist 2001 neu geregelt worden. Die früheren Renten wegen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit wurden abgeschafft und durch die Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung ersetzt.

Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung können Versicherte haben, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, regelmäßig eine Erwerbstätigkeit im Umfang von mindestens sechs Stunden am Tag auszuüben. Je nach verbliebenem Leistungsvermögen erhalten sie ein Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung. Voraussetzung ist außerdem, dass insgesamt mindestens fünf Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurden und in den letzten fünf Jahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen.

Erwerbsgeminderte werden bei Eintritt ihres Versicherungsfalles vor Vollendung des 62. Lebensjahres für ihre Rente so gestellt, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Verdienst bis zum 62. Geburtstag weitergearbeitet hätten (bei Rentenbeginn vor dem 1. Juli 2014: bis zum 60. Geburtstag). Zudem werden die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung jetzt für die "Zurechnungszeit" nicht mehr mitbewertet, wenn dies für den Versicherten günstiger ist.

Alle Erwerbsminderungsrenten werden höchstens bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze gezahlt. Wer vor diesem Zeitpunkt anstelle einer Erwerbsminderungsrente eine Altersrente haben möchte, muss einen Antrag stellen.

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