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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Freiwillige Zusatzrentenversicherung (FZR)

In der ehemaligen DDR konnte in der Sozialpflichtversicherung bis zum 30. Juni 1990 nur ein Verdienst von bis zu 600 MDN (Mark der Deutschen Notenbank in der DDR vor Einführung der DM) monatlich versichert werden. Im Zeitraum vom 1. März 1971 bis zum 30. Juni 1990 gab es die Möglichkeit, für den über 600 Mark monatlich hinausgehenden Verdienst Beiträge zur FZR zu zahlen. Bis zum 31. Dezember 1976 konnten zunächst bis zu weiteren 600 Mark monatlich und ab 1. Januar 1977 auch darüber hinaus bis zur Höhe des tatsächlichen Verdienstes FZR-Beiträge gezahlt werden.

Der Verdienst, für den Beiträge zur FZR gezahlt worden sind (FZR-Verdienst), wird neben dem in der Sozialpflichtversicherung versicherten Arbeitsverdienst (SV-Verdienst) bei der Rentenberechnung berücksichtigt. Der FZR-Verdienst wirkt sich dadurch rentenerhöhend aus.

Die im DDR-Ausweis für Arbeit und Sozialversicherung eingetragenen SV- und FZR-Verdienste spielen bei der Rentenberechnung dann keine Rolle, wenn der Versicherte bereits am 18. Mai 1990 in den alten Ländern gewohnt hat und er vor dem 1. Januar 1937 geboren ist. In diesen Fällen erhält der Versicherte für die vor dem 19. Mai 1990 liegenden DDR-Beitragszeiten ausschließlich Verdienste auf der Grundlage der Werte des Fremdrentengesetzes zugeordnet, also Arbeitsverdienste auf dem Niveau der Einkommensverhältnisse in den alten Ländern.

Mehr zum Thema:

Fremdrentengesetz

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