Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Außergewöhnliche Belastungen

Außergewöhnliche Belastungen mindern neben Sonderausgaben und Werbungskosten das zu versteuernde Einkommen. Dabei handelt es sich teilweise um regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, etwa für die Ausbildung der Kinder oder die Betreuung von behinderten Familienangehörigen. Teilweise sind es aber auch einmalige Aufwendungen, etwa Krankheits-, Unfall- oder Prozesskosten. Letztere sind oft hoch und unvorhergesehen, so dass der Fiskus sie beim Steuerabzug berücksichtigt, obwohl sie zu den Aufwendungen für die private Lebenshaltung zählen.

Bei einem Großteil der außergewöhnlichen Belastungen muss sich der Steuerpflichtige selbst mit einem Prozentsatz an diesen finanziellen Verpflichtungen beteiligen. Die Eigenbelastung beträgt zwischen einem und sieben Prozent, je nach dem Gesamtbetrag seiner Einkünfte und nach der Zahl seiner Kinder beziehungsweise seines Familienstands.

Zu den außergewöhnlichen Belastungen, an denen er sich anteilig beteiligen muss, gehören

  • Kosten zur Bekämpfung der Alkoholsucht,
  • Altenpflegekosten,
  • Arzneimittel,
  • Fahrtkosten,
  • Geburtskosten,
  • Internatskosten,
  • Krankenhauskosten und
  • Kosten im Zusammenhang mit der Wiederbeschaffung von Gegenständen, die durch Brand, Explosion, Unwetter oder Hochwasser vernichtet worden sind.

Fallen außerdem ganz spezielle Kosten an, etwa durch

  • einen verlorenen Baukostenzuschuss,
  • für die Übernahme von Bürgschaftsverpflichtungen,
  • für den Besuch im Krankenhaus bei einem unheilbar erkrankten Angehörigen oder einem Kind oder
  • für Badekurse auf amtsärztliche Anweisung,

so können auch diese Kosten im Einzelfall als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuererklärung angesetzt werden.

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