Handwerkerversicherung – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Handwerkerversicherung

Selbstständig tätige, in die Handwerksrolle eingetragene Handwerker sind versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Versicherungspflicht gilt auch für die Gesellschafter einer in die Handwerksrolle eingetragenen Personengesellschaft, die den handwerksrechtlichen Befähigungsnachweis (zum Beispiel Meisterprüfung) erbracht haben. Wenn die selbstständig tätigen Handwerker mindestens 18 Pflichtbeitragsjahre erreicht haben, können sie sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Auf die 18 Pflichtbeitragsjahre werden sämtliche Pflichtbeitragszeiten angerechnet, zum Beispiel auch Kindererziehungszeiten. Für die Beitragsberechnung gelten besondere Bestimmungen (s. auch hierzu unter Selbstständig Tätige).

Beiträge entrichten Handwerker nach einem fiktiven Arbeitseinkommen in Höhe der Bezugsgröße (2019: 3.115 Euro monatlich in den alten bzw. 2.870 Euro in den neuen Bundesländern). Dieser so genannte Regelbeitrag beträgt somit in den alten Ländern im Jahre 2019 579,39 Euro, in den neuen Ländern 533,82 Euro. Bei Nachweis eines niedrigeren oder höheren Arbeitseinkommens kann der Handwerker dieses Arbeitseinkommen, mindestens jedoch monatlich 450 Euro, seiner Beitragsleistung zugrunde legen.

Bis zum Ablauf von drei Kalenderjahren nach dem Jahr der Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit kann der Handwerker Beiträge statt nach dem Regelbeitrag auf der Grundlage eines Arbeitseinkommen in Höhe von 50 vom Hundert der Bezugsgröße entrichten.

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