Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Abschlag bei Renten wegen Todes

Auch bei Hinterbliebenenrenten können sich Abschläge ergeben. Allerdings ist hierfür der Todeszeitpunkt des Verstorbenen maßgebend.

Hinterbliebenenrenten (Witwen-, Witwer- und Waisenrenten) sowie Erziehungsrenten werden um einen Abschlag gemindert, wenn die/der Versicherte vor dem 65. Lebensjahr (gilt für Todesfälle ab 2024) verstorben ist. Für die Monate nach dem Todesmonat bis zum Monat, in dem die/der Versicherte das 65. Lebensjahr vollendet hätte, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent pro Monat, höchstens 10,8 Prozent. Stirbt die/der Versicherte also bereits vor Vollendung des 62. Lebensjahres, beträgt die Rentenminderung 10,8 Prozent. Verstirbt die/der Versicherte als Rentnerin oder Rentner, bleibt für die Hinterbliebenenrente ein in der Rente der/des Verstorbenen bereits enthaltener Abschlag bestehen.

In einer Übergangszeit von 2012 bis 2024 werden anstelle des 65. Lebensjahres die bisherigen Grenzen von 63 und 60 Jahren stufenweise auf 65 bzw. 62 Jahre angehoben. Im Jahre 2017 wird so z.B. die volle Hinterbliebenenrente ohne Abschläge gezahlt, wenn der/die Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes mindestens 64 Jahre alt gewesen ist. Bei Tod mit 61 Jahren oder früher würde in diesem Jahr der volle Abschlag von 10,8 Prozent zum Tragen kommen.

Als Ausgleich für die Anhebuung dieser Altersgrenzen wurde die so genannte Zurechungszeit für Todesfälle ab 01.07.2014 von 60 Jahren auf 62 Jahre engahoben.

 

 

 

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