Kinderrehabilitation durch die Rentenversicherung – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Kinderrehabilitation durch die Rentenversicherung

Auch Kinder erhalten medizinische Rehabilitationsmaßnahmen von der Rentenversicherung. Voraussetzungen: Es sind

  • Kinder von Versicherten,
  • Kinder von Beziehern einer Rente wegen Alters oder verminderter Erwerbsfähigkeit oder
  • Kinder, die eine Waisenrente beziehen.

Voraussetzung ist, dass hierdurch voraussichtlich eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit beseitigt oder die insbesondere durch chronische Erkrankungen beeinträchtigte Gesundheit wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden und dies Einfluss auf die spätere Erwerbsfähigkeit haben kann.

Kinder haben Anspruch auf die Mitaufnahme einer Begleitperson, wenn diese für die Durchführung oder den Erfolg der Leistung zur Kinderrehabilitation notwendig ist und eines Familienangehörigen, wenn die Einbeziehung der Familie in den Rehabilitationsprozess notwendig ist.

Dies alles gilt auch für Stief- und Pflegekinder sowie Enkel und Geschwister, wenn diese in den Haushalt des Versicherten aufgenommen sind.

Anders als die Rehabilitationsmaßnahmen für Erwachsene werden die Leistungen für die Kinder in der Regel für mindestens vier Wochen erbracht.

Um eine einheitliche Rechtsanwendung durch alle Träger der  Rentenversicherung sicherzustellen, hat die Deutsche Rentenversicherung Bund Ende Juni 2018 eine gemeinsame Richtlinie zur Kinderrehabilitation verabschiedet. Diese soll den Zugang von Minderjährigen zu den Rehabilitationsleitungen der Rentenversicherung nachhaltig erleichtern. So sind nun auch ambulante Leistungen möglich.

Die Ausweitung der Kinder- und Jugend-Reha auf den ambulanten Bereich bietet zudem den Vorteil, dass die jungen Menschen in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben können. Darüber hinaus haben Kinder nach der neuen Richtlinie bei einer Rehabilitation nicht mehr nur bis zum 10., sondern bis zum 12. Lebensjahr Anspruch auf Begleitung durch einen Familienangehörigen – unabhängig von der Schwere der Erkrankung. Zudem fällt die Vierjahresfrist für die Wiederholung einer Kinder- oder Jugend-Reha weg. Damit ist eine erneute Behandlung in deutlich kürzeren Abständen möglich.

Weitere Einzelheiten können einer Broschüre der Deutschen Rentenversicherung entnommen werden (www.deutsche-rentenversicherung.de)

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