Kurzarbeitergeld – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Kurzarbeitergeld

Diese Leistung der Bundesagentur für Arbeit erhalten Arbeitnehmer, die von ihrem Arbeitgeber wegen schlechter Auftragslage vorübergehend nicht über die volle Arbeitszeit beschäftigt werden.

Die betroffenen Arbeitnehmer bekommen als Ausgleich für den ausgefallenen Lohn Kurzarbeitergeld, das - bemessen nach dem ausgefallenen Lohn - in Höhe des anteiligen Arbeitslosengelds vom Arbeitgeber im Auftrag der Arbeitsagentur gezahlt wird. Die Höhe des Kurzarbeitergelds richtet sich nach dem ausgefallenen Nettoentgelt. Sie beträgt je nach Familienstand 60 oder 67 Prozent davon.

Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes ist gesetzlich auf sechs Monate festgelegt. In Zeiten außergewöhnlicher Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt kann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Bezugsfrist auf bis zu 24 Monate verlängern.

Kurzarbeitergeld während der Coronakrise:

Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten. Auch gelten ab dem vierten bzw. siebten Monat höhere Beträge für das Kurzarbeitergeld (70/77 bzw 80/87 Prozent).

Detaillierte Informationen zum Kurzarbeitergeld während der Corona-Krise bietet die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Website unter folgendem Link an:

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Rentenversicherung während Kurzarbeit

Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld beziehen, sind weiterhin in der Rentenversicherung versichert. Die Beiträge zur Rentenversicherung werden während der Kurzarbeit zwar nur auf der Basis des tatsächlich gezahlten – reduzierten – Verdienstes des Beschäftigten gezahlt, gemeinsam getragen vom Versicherten und dem Arbeitgeber je zur Hälfte. Aber die Beiträge werden zusätzlich vom Arbeitgeber aufgestockt, und zwar auf der Basis von 80 Prozent des Verdienstes, das wegen Kurzarbeit ausgefallen ist. Die Aufstockung der Beiträge durch den Arbeitgeber ist gesetzlich vorgesehen und muss nicht extra vom Arbeitnehmer beantragt werden.

 

S. auch unter Saison-Kurzarbeitergeld

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