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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Betriebliche Altersversorgung

Die betriebliche Altersversorgung wird nach dem Drei-Säulen-Modell der Alterssicherung als zweite Säule bezeichnet. Die erste Säule ist die gesetzliche Rentenversicherung, die dritte die private Altersvorsorge.

Der Gesetzgeber hat Arbeitgebern und Arbeitnehmern fünf Durchführungswege zur betrieblichen Altersversorgung zur Verfügung gestellt. Diese sind:

  • Direktzusage: Arbeitgeber bildet Rückstellungen; frei in der Art der Geldanlage, beitragspflichtig im Pensionssicherungsverein
  • Unterstützungskasse: Rückgedeckt oder „reservepolsterfinanziert“; gewährt formal keinen Rechtsanspruch, beitragspflichtig im Pensionssicherungsverein
  • Pensionskasse (PK): Selbständiges Versicherungsunternehmen; Einzahlungen sind steuerlich limitiert
  • Direktversicherung (DV): Produkt einer Lebensversicherungsgesellschaft; seit 2005 gilt: viele Analogien zur Pensionskasse (insbesondere steuerlich); vor 2005 wurde die Direktversicherung steuerlich in der Anwartschaftsphase pauschaliert (§40b EStG) und in der Rentenphase der Ertragsanteilsbesteuerung unterworfen.
  • Pensionsfonds (PF): 2002 eingeführter Durchführungsweg, hohe Aktienquote zulässig, (begünstigt) beitragspflichtig im Pensionssicherungsverein

Die von privaten Arbeitgebern gezahlten Betriebsrenten oder Werkspensionen gelten steuerrechtlich ab Vollendung des 63. Lebensjahres als Versorgungsbezüge im Sinne des Einkommensteurrechts (§ 19 Abs. 2 Nr. 2 Einkommensteuergesetz - EStG).

Ab dem Kalenderjahr nach der Vollendung des 64. Lebensjahres wird für die Berechnung der Steuer das Einkommen aus betrieblicher Altersversorgung um den so genannten Altersentlastungsbetrag von derzeit (2017) 20,8 Prozent der Einnahmen, höchstens jedoch 988 Euro im Jahr gekürzt, sowie um den Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von jährlich 102 Euro. Das Finanzamt berücksichtigt beide Abzugsbeträge auch bei der Einkommensteuerveranlagung, ohne dass sie vom Steuerpflichtigen eigens geltend gemacht werden müssen.

Mehr zum Thema:

Altersentlastungsbetrag
Arbeitnehmerpauschbetrag

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