Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Freistellungsauftrag

Um die Zinseinkünfte, die unter dem Sparer-Pauschbetrag liegen, steuerfrei zu erhalten, muss der Kunde seiner Bank oder Versicherung einen Freistellungsauftrag erteilen. Mit diesem Auftrag können Anleger erreichen, dass die Zinserträge aus ihrem Anlagevermögen bis zu einer bestimmten Grenze ohne den Abzug von Abgeltungssteuer gutgeschrieben werden.

Seit 1. Januar 2007 lag der Freibetrag für Ledige bei 750 Euro, für Verheiratete bei 1.500 Euro. Dazu kam ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 51 Euro pro Person. Seit 2009 wurden diese Beträge zum "Sparer-Pauschbetrag" zusammen gelegt. Ein Alleinstehender kann also im laufenden Jahr 801 Euro Zinsen steuerfrei vereinnahmen, ein Ehepaar 1.602 Euro.

Wenn der Sparer mehrere Freistellungsaufträge an verschiedene Kreditinstitute erteilt hat, muss er mit seiner Unterschrift dafür garantieren, dass der zulässige Höchstbetrag in der Summe der einzelnen Aufträge nicht überschritten wird. Die Freibeträge gelten jedoch nicht für Betriebseinnahmen oder Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Stellt ein Sparer keinen oder aber keinen ausreichend hohen Freistellungsauftrag, behält das Kreditinstitut automatisch 25 Prozent Abgeltungssteuer ein. Diese Beträge kann sich der Anleger bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags im Rahmen der Einkommensteuererklärung wieder zurückholen.

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