Lexikon – Mütterrente

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Mütterrente

Seit Juli 2014 haben Frauen (oder Männer), deren Kinder vor 1992 geboren wurden und die den überwiegenden Teil der Erziehung übernommen haben, einen höheren Rentenanspruch. Ihnen wird jetzt für die ersten beiden Jahre nach der Geburt eines Kindes jeweils ein Entgeltpunkt auf ihrem Rentenkonto gutgeschrieben - insgesamt also zwei Entgeltpunkte pro Kind; zuvor war es nur ein Entgeltpunkt für das erste Lebensjahr eines Kindes.

Aufgrund dieser Neuregelung bekommen etwa 9,5 Millionen Mütter (und Väter), deren Kinder vor 1992 geboren wurden und die schon einen Anspruch auf Altersrente haben, jetzt pro Kind eine um monatlich 31,03 Euro (alte Länder) bzw. 29,69 Euro (neue Länder) höhere Rente (Bruttobeträge)(1. Halbjahr 2018).

Diese nachträgliche Begünstigung älterer Mütter wird in der Öffentlichkeit oft "Mütterrente" genannt. Sie wurde im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens stark diskutiert – vor allem wegen ihrer Finanzierung aus Rentenbeiträgen. Die Rentenversicherung sieht Kindererziehung als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an, die vollständig aus Steuermitteln zu bezahlen ist.

Mütter (und erziehende Väter) von Kindern, die nach 1991 geboren wurden, bekommen nach wie vor drei Entgeltpunkte pro Kind für die Rente gutgeschrieben.

Fehlen hingegen trotz Mütterrente noch Versicherungsjahre (z.B. bei zwei Kindern und ohne weitere bisherige Beitragszahlungen), so kann diese Lücke durch die Zahlung freiwilliger Beiträge geschlossen werden und so ein Rentenanspruch entstehen.

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