Nettorentenniveau – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Nettorentenniveau

Mit dem Rentenniveau bezeichnet der Gesetzgeber die Versorgung des Durchschnittsrentners im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer.

Das Nettorentenniveau ist ein Rechenwert, der nichts mit der individuellen Rente des Einzelnen zu tun hat. Es beschreibt das Verhältnis der Nettorente eines so genannten Eckrentners (45 Beitragsjahre, immer Durchschnittsverdiener) zum aktuellen Nettodurchschnittsverdienst aller Beschäftigten.

Angesichts der schrittweisen Besteuerung der Renten (nachgelagerte Besteuerung) wird das Rentenniveau für jeden Rentnerjahrgang anders ausfallen. Daher wird inzwischen mit dem Begriff des Nettorentenniveaus vor Steuern operiert. Dabei werden sowohl bei den Rentenleistungen als auch bei den Arbeitnehmerverdiensten die noch fälligen Steuern nicht berücksichtigt. Die Beiträge zur Sozialversicherung sind allerdings herausgerechnet.

Mit dem RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetz wird für die Zeit ab 2019 eine so genannte Niveausicherungsklausel bis zum Jahre 2025 eingeführt. Danach soll durch geeignete gesetzliche Maßnahmen garantiert werden, dass das Nettorentenniveau vor Steuern 48 Prozent in diesem Zeitraum nicht unterschreitet. Hierzu leistet der Bund zusätzlich zu seinem sonstigen Bundeszuschuss an die gesetzliche Rentenversicherung in der Zeit von 2022 bis 2025 einen Betrag von 500 Mio. Euro pro Jahr, wobei dieser Betrag ab 2023 im gleichen Maße fortgeschrieben wird wie der allgemeine Bundeszuschuss.

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