Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Pflegeversicherung

In der gesetzlichen Pflegeversicherung wird das Risiko der Pflegebedürftigkeit durch Hilfen zur häuslichen und stationären Pflege abgedeckt. Die Höhe der Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung staffeln sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit, wobei seit 2017 fünf Pflegegrade unterschieden werden.

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt ab 2017 2,55 Prozent des Bruttoeinkommens, getragen je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Für Sachsen gilt eine Besonderheit, weil dort nicht der Buß- und Bettag als Äquivalent für die Beitragszahlung der Arbeitgeber abgeschafft wurde. Kinderlose ab 23 Jahre zahlen einen Zuschlag von 0,25 Prozentpunkten, den sie allein tragen müssen.

Das Zweite Pflegestärkungsgesetz - in Kraft seit 01.01.2016 - setzt den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff um. Damit erhalten erstmals alle Pflegedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen oder psychischen Einschränkungen betroffen sind. Das Jahr 2016 diente der Vorbereitung des neuen Begutachtungsverfahrens in der Praxis und der Umstellung auf die neuen fünf Pflegegrade sowie die neuen Leistungsbeträge bis zum 01.01.2017.

Seit 01.01.2017 sind auch die neuen Regelungen zur Rentenversicherungspflicht der nicht erwerbsmäßigen Pflegepersonen in Kraft (s. unter Pflegepersonen und Rentenversicherungspflicht)

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