Rentengarantie – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Rentengarantie

Eine erweiterte Schutzklausel in der Rentenanpassungsformel („Rentengarantie“) verhindert seit 2009, dass die im Grundsatz an die Entwicklung der Löhne und Gehälter gekoppelte jährliche Rentenanpassung im Fall einer rückläufigen Lohnentwicklung zu einer Rentenminderung führt. Die durch diese Schutzklausel unterbliebenen Rentenkürzungen werden im sogenannten Ausgleichsbedarf erfasst und später dadurch realisiert, dass positive Rentenanpassungen solange halbiert werden, bis der Ausgleichsbedarf abgebaut ist.

Der Nachholfaktor ist aber seit 2018 ausgesetzt – Stand jetzt bis einschließlich 2025. Grund sind die 2009 eingeführten doppelten Haltelinien, die durch den Nachholfaktor gefährdet seien, so das Arbeits- und Sozialministerium. Die Haltelinien sorgen dafür, dass das Rentenniveau bis 2025 nicht unter 48 Prozent fällt und der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigt. Doch wird in der Politik diskutiert, den Nachholfaktor rechtzeitig zur Rentenanpassung 2022 wieder zu aktivieren.

Für die Rentnerinnen und Rentner würde dies eine Minderung der eigentlich zu erwartenden Rentenanpassung 2022 bedeuten. Nach den bisher durchgesickerten Zahlen wäre demgemäß eine Rentenanpassung von 4,4 Prozent anstelle von 5,2 Prozent im Westen und von 5,1 Prozent anstelle von 5,9 Prozent im Osten zu erwarten. Genaue Zahlen zur Rentenanpassung werden erfahrungsgemäß im Laufe des März festgelegt.

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