Lexikon – Rentenpakete 2014 und 2018

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Rentenpakete 2014 und 2018

Im Frühjahr 2014 beschloss die Bundesregierung eine aus vier Maßnahmen bestehende Neuregelung im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung, die in der Öffentlichkeit weithin als "Rentenpaket" bezeichnet wurde. Die Neuregelung trat zum 1. Juli 2014 in Kraft. Die vier Maßnahmen sind:

  • ein weiteres Kindererziehungsjahr als "Kindererziehungszeit" für die Rente für vor 1992 geborene Kinder
  • Verlängerung der Zurechnungszeit bei Renten wegen Erwerbsminderung und Hinterbliebenenrenten bis zum 62. Lebensjahr für Neurentner ab 01.07.2014
  • eine Günstigerklausel, die bei der Bewertung der Zurechnungszeit eine Vergleichsberechnung aus allen Beitragszeiten und aus Zeiten ohne die letzten vier Jahre vorsieht,
  • eine rückwirkend ab 1. Januar 2014 geltende Erhöhung des gesetzlich gedeckelten Budgets der Rentenversicherungsträger für Reha-Leistungen.

Inzwischen hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil am 13.07.2018 sein neues "Rentenpaket" vorgestellt, das wesentliche Änderungen ab 2019 oder auch später bringen soll.

Folgende Maßnahmen sollen danach getroffen werden:

  • Festschreibung des Nettorentenniveaus bei 48 Prozent
  • So genannte "Mütterrente II" mit einem zusätzlichen Kindererziehungsjahr für vor 1992 geborene Kinder (in der derzeitigen Version des Pakets nur für Mütter mit wenigstens drei Kindern)
  • Verlängerung der Zurechnungszeit bis zum 67. Lebensjahr für Bezieher von Erwerbsminderungsrenten
  • Entlastung der Geringverdiener durch Anhebung der Grenze von 850 auf 1.300 Euro, bis zu der die Arbeitnehmer nicht den vollen Beitragsanteil zu tragen haben.

 

 

 

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