Lexikon – Sonderausgabenabzug bei Altersvorsorgebeiträgen

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Sonderausgabenabzug bei Altersvorsorgebeiträgen

Beiträge zur Altersvorsorge können in gewissem Umfang als Sonderausgaben bei der Steuererklärung vom Bruttoeinkommen vor der Versteuerung abgezogen werden.

Altersvorsorgeaufwendungen in diesem Sinne sind 

  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung,

  • Beiträge an die landwirtschaftliche Alterskasse,

  • Beiträge an berufsständische Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen und

  • Beiträge für eine private Rürup-Rente (Basisrente).

    Wie bei den Rentenbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung sind auch hier im Jahre 2018 86 Prozent der Beiträge steuerfrei. Seit 2015 ist der hierbei zu beachtende abzugsfähige Höchstbetrag an die Entwicklung des Höchstbeitrages zur knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt (§ 10 Abs. 3, Sätze 4 und 6 Einkommensteuergesetz (EStG)). Dieser beträgt im Jahre 2018 für die alten Bundesländer 23.712 Euro. 86 Prozent hiervon, also 20.392 Euro, ergeben den steuerlich abzugsfähigen Betrag in diesem Jahr (bei Verheirateten 40.784 Euro). Jedes Jahr erhöht sich der steuerfreie Anteil der Beiträge um zwei Prozent, bis zu 100 Prozent im Jahre 2025.  

    Für die neuen Länder ergeben sich für 2018 folgende Beträge:

    • Höchstbeitrag der knappschaftlichen Rentenversicherung: 21.193 Euro
    • Höchster Abzugsbetrag hiervon 86 Prozent: 18.226 Euro (für Verheiratete: 36.452 Euro)

    Bei den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung wird aber zuvor der 50prozentige Arbeitgeberanteil abgezogen (§ 10 Abs. 3, Satz 5 EStG).

     

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