Sonderausgabenabzug bei Altersvorsorgebeiträgen – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Sonderausgabenabzug bei Altersvorsorgebeiträgen

Beiträge zur Altersvorsorge können in gewissem Umfang als Sonderausgaben bei der Steuererklärung vom Bruttoeinkommen vor der Versteuerung abgezogen werden.

Altersvorsorgeaufwendungen in diesem Sinne sind 

  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung,

  • Beiträge an die landwirtschaftliche Alterskasse,

  • Beiträge an berufsständische Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen und

  • Beiträge für eine private Rürup-Rente (Basis-Rente).

    Wie bei den Rentenbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung sind auch hier im Jahre 2020 90 Prozent der Beiträge steuerfrei. Seit 2015 ist der hierbei zu beachtende abzugsfähige Höchstbetrag an die Entwicklung des Höchstbeitrages zur knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf einen vollen Betrag in Euro, gekoppelt (§ 10 Abs. 3, Sätze 4 und 6 Einkommensteuergesetz (EStG)). Dieser beträgt im Jahre 2020 für die alten Bundesländer 25.046 Euro. 90 Prozent hiervon, also 22.541,40 Euro, ergeben den steuerlich abzugsfähigen Betrag in diesem Jahr (bei Verheirateten 45.082.80 Euro). Jedes Jahr erhöht sich der steuerfreie Anteil der Beiträge um zwei Prozent, bis zu 100 Prozent im Jahre 2025.  

    Für die neuen Länder ergeben sich für 2020 folgende Beträge:

    • Höchstbeitrag der knappschaftlichen Rentenversicherung: 23.416 Euro
    • Höchster Abzugsbetrag hiervon 90 Prozent: 21.075 Euro (für Verheiratete: 42.150 Euro)

    Bei den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung wird aber zuvor der Arbeitgeberanteil abgezogen (§ 10 Abs. 3, Satz 5 EStG).

     

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