Steuern auf Renten – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Steuern auf Renten

Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind als sonstige Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts grundsätzlich steuerpflichtig. Bis Ende 2004 wurden sie aber nur mit ihrem so genannten Ertragsanteil je nach dem Alter bei Rentenbeginn besteuert. Die Rentner, die damals schon Rentner waren, müssen seit 2005 50 Prozent ihrer Rente versteuern. Seit 2005 steigt dieser zu versteuernde Anteil der Renten für jeden neuen Rentnerjahrgang. Für die Neurentner des Jahres 2019 sind es bereits 78 Prozent.

Allerdings bleibt der im ersten Kalenderjahr nach Rentenbeginn ermittelte steuerfreie Rentenfreibetrag (Unterschiedsbetrag zwischen dem Jahresbetrag der Rente und dem der Besteuerung unterliegenden Anteil der Rente) ab dem Jahr, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt, für die gesamte Laufzeit des Rentenbezugs unverändert. Er steigt also mit den jährlichen Rentenanpasssungen nicht mehr an. 

Der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt bis 2020 jährlich um zwei Prozentpunkte (auf 80 Prozent), danach bis 2040 um jährlich einen Prozentpunkt auf dann 100 Prozent. Der steuerfreie Rentenanteil eines Rentner-Jahrgangs wird im Folgejahr in einen individuellen Freibetrag umgewandelt, der dann lebenslang gleich bleibt. 

Parallel zur zunehmenden Besteuerung von Renten werden die Beiträge zur gesetzlichen Rente schrittweise steuerfrei gestellt (Umstellung auf nachgelagerte Besteuerung).

Der steuerfreie Anteil der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung steigt seit 2005 von damals 60 Prozent ebenfalls jährlich um zwei Prozentpunkte an. Im Jahre 2019 sind nun bereits 88 Prozent der Beiträge steuerfrei gestellt, ab 2025 dann 100 Prozent.

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