Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Wartezeit

Ein Anspruch auf eine Rente kann nur entstehen, wenn der Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung eine bestimmte Zeit angehört hat. Das wird als Regelaltersgrenze, den Erwerbsminderungsrenten sowie den Renten wegen Todes fünf Jahre.

Für die vorzeitigen Altersrenten werden zum Teil besondere, längere Wartezeiten gefordert.

Versicherte, die bereits voll erwerbsgemindert waren, bevor sie die allgemeine Wartezeit erfüllt haben, benötigen für eine Rente wegen voller Erwerbsminderung eine Wartezeit von 20 Jahren. Weitere Informationen dazu unter www.deutsche-rentenversicherung.de, Stichwort: Wartezeit.

Alle vorgenannten Wartezeiten können nur mit Beitragszeiten, Ersatzzeiten sowie Zeiten aus einem Versorgungsausgleich erfüllt werden. Dabei sind Kindererziehungszeiten als Beitragszeiten anzusehen, weil der Bund Beiträge hierfür an die Rentenversicherung leistet.

Die Wartezeit beiAltersrenten für Schwerbehinderte beträgt 35 Jahre. Diese Wartezeit kann mit allen rentenrechtlichen Zeiten erfüllt werden, also auch mit Anrechnungszeiten und Berücksichtigungszeiten.

Auf die Wartezeit von 45 Jahren für die zum 01.07.2014 neu eingeführte Altersrente für besonders langjährig Versicherte werden Kalendermonate angerechnet mit

1.

Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit,

2.

Berücksichtigungszeiten,

3.

Zeiten des Bezugs von

a)

Entgeltersatzleistungen der Arbeitsförderung,

b)

Leistungen bei Krankheit und

c)

Übergangsgeld,

soweit sie Pflichtbeitragszeiten oder Anrechnungszeiten sind; dabei werden Zeiten nach Buchstabe a in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn nicht berücksichtigt, es sei denn, der Bezug von Entgeltersatzleistungen der Arbeitsförderung ist durch eine Insolvenz oder vollständige Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers bedingt, und

4.

freiwilligen Beiträgen, wenn mindestens 18 Jahre mit Zeiten nach Nummer 1 vorhanden sind; dabei werden Zeiten freiwilliger Beitragszahlung in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn nicht berücksichtigt, wenn gleichzeitig Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit vorliegen.


Die allgemeine Wartezeit kann in bestimmten Ausnahmefällen auch vorzeitig, also mit weniger als fünf Jahren erfüllt werden, wenn beispielsweise ein Versicherter wegen eines Arbeitsunfalls erwerbsgemindert geworden oder gestorben ist.

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