Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Witwenrente

Witwen haben Anspruch auf Witwenrente, wenn der Verstorbene die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt oder bereits eine Rente bezogen hat. Bei Wiederheirat fällt die Witwenrente weg und es besteht Anspruch auf eine Witwenrentenabfindung.


Grundsätzlich besteht Anspruch auf die kleine Witwenrente nur für die Dauer von zwei Jahren. Die große Witwenrente wird dauerhaft gezahlt, wenn die Witwe

  • das 45. Lebensjahr (wird seit 2012 stufenweise auf 47 Jahre angehoben) vollendet hat oder
  • ein Kind unter 18 Jahren erzieht, bei Versorgung von behinderten Kindern auch nach deren 18. Lebensjahr, oder
  • erwerbsgemindert ist.

Die kleine und die große Witwenrente unterscheiden sich in ihrer Höhe. Die kleine Witwenrente beträgt 25 Prozent, die große Rente 55 beziehungsweise 60 Prozent (Fälle alten Rechts) einer auf den Zeitpunkt des Todes berechneten Altersrente des Verstorbenen. Im Sterbevierteljahr werden 100 Prozent dieser Rente auch als kleine Witwenrente gezahlt. Auf die Witwenrente wird eigenes Einkommen der Witwe angerechnet.

Gleiches gilt auch für Witwer und auch für den überlebenden Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Weitere Informationen:

Abfindung
Sterbevierteljahr
Einkommensanrechnung

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