Wohnsitzwechsel in die alten Länder – Lexikon

Rente und Altersvorsorge: Erklärungen zu Fachbegriffen im Ihre Vorsorge-Lexikon

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Wohnsitzwechsel in die alten Länder

Zieht ein Rentner von den neuen in die alten Länder um, bleibt die bisherige Rentenhöhe unverändert. Das gilt für einen freiwillig oder privat Krankenversicherten auch für den Zuschuss zur Krankenversicherung.

Bei der Einkommensanrechnung auf eine Rente wegen Todes (Witwen- oder Witwerrente) gelten dann jedoch die höheren Freibeträge für die alten Länder.

Bei Ausübung einer Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit eines vorzeitgen Altersrentners/einer Altersrentnerin gilt nach dem Flexirentengesetz seit 01.07.2017 einheitlich in den alten und neuen Ländern, dass 40 Prozent des über 6.300 Euro liegenden jährlichen Zuverdienstes auf die Rente angerechnet werden. Die früheren Grenzbeträge für Teilrenten gelten nur noch in Übergangsfällen.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentnerinnen und Rentner unbegenzt hinzuverdienen.

Kräftige Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze wegen der Corona-Krise auch wieder für 2022

Da durch die Coronakrise ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal besteht, aber es auch in anderen Wirtschaftsbereichen zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen gekommen ist, hat die Bundesregierung die geltende Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro schon im Jahre 2020 auf 44.590 Euro erhöht, um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern. Im Rahmen des Gesetzes zur Verbesserung des Arbeitsschutzes in der Fleischindustrie wurde für das Jahr 2021 die Rechtsvorschrift des § 302 Abs. 8 SGB VI weiter beibehalten und die Hinzuverdienstgrenze auf 46.060,00 € erhöht.

Nach Artikel 6a des Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 22.11.2022 (BGBl. I S. 4906) ist die Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze auch für das Jahr 2022 fortgeschrieben worden. Außerdem wurde für den Zeitraum dieser kräftigen Erhöhung der Hinzuverdienstdeckel außer Kraft gesetzt. Für das Jahr 2023 wird dann je nach dem Stand der Corona-Infektionen erneut zu entscheiden sein, ob wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr gelten soll.

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