Lexikon – Zurechnungszeit

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Zurechnungszeit

Die Zurechnungszeit gehört als beitragsfreie Zeit zu den rentenrechtlichen Zeiten. Sie wird  bei

  • einer Rente wegen Erwerbsminderung,
  • einer Hinterbliebenenrente oder
  • einer Erziehungsrente

zu den übrigen vom Versicherten tatsächlich zurückgelegten Zeiten hinzugerechnet.

Erwerbsgeminderte und auch Witwen-/Witwenrentner sowie Erziehungsrentnerinnen und Erziehungsrentner wurden bei Eintritt ihres Versicherungsfalles bzw. bei Tod des /der Verstorbenen vor Vollendung des 62. Lebensjahres für ihre Rente so gestellt, als ob sie bzw. der/die Verstorbene mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Verdienst bis zum 62. Geburtstag weitergearbeitet hätten (bei Rentenbeginn vor dem 1. Juli 2014: bis zum 60. Geburtstag). Lücken im Versicherungsverlauf vermindern jedoch ihre Bewertung. Zudem werden die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung jetzt für diese "Zurechnungszeit" nicht mehr mitbewertet, wenn dies für den Versicherten günstiger ist.

Mit dem EM-Leistungsverbesserungsgesetz vom 17.07.2017 (§ 253 a SGB VI) wird die Zurechnungszeit für Neurentner ab 2018 stufenweise bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres weiter verlängert. Bei Beginn der Rente oder Tod des/der Versicherten

  • im Jahre 2018: auf 62 Jahre und drei Monate
  • im Jahre 2019: auf 62 Jahre und sechs Monate
  • im Jahre 2020: auf 63 Jahre und null Monate
  • im Jahre 2021: auf 63 Jahre und sechs Monate
  • im Jahre 2022: auf 64 Jahre und null Monate
  • im Jahre 2023: auf 64 Jahre und sechs Monate und
  • im Jahre 2024: auf 65 Jahre und null Monate
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