Lexikon – Zusatzbeitrag

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Zusatzbeitrag

Seit dem 01.01.2015 können die gesetzlichen Krankenkassen über einen Teil der Beiträge wieder selbst bestimmen. Dazu wurde der allgemeine Beitragssatz um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt. Den allgemeinen Beitragssatz teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte.

Auf diesem Niveau ist es den Kassen dann möglich, entsprechend ihrer Finanzlage und ihres Leistungsangebots einen individuellen Zusatzbeitrag zu erheben, den die Versicherten seither alleine schultern müssen.

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz liegt 2018 bei rund 1,0 Prozent. Wie hoch der Beitrag im Einzelfall ist, hängt von der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse ab. Das bedeutet, es wird nach wie vor Krankenkassen geben, die aufgrund ihrer finanziellen Situation einen Zusatzbeitragssatz von weniger oder aber auch von mehr als 1,0 Prozent erheben müssen. Durch den Zusatzbeitrag will der Gesetzgeber einen größeren Wettbewerb zwischen den Krankenkassen erreichen.

Allerdings sieht der Entwurf eines GKV-Versichertenentlastungsgesetzes vor, dass die Gesetzliche Krankenversicherung ab 1. Januar 2019 wieder paritätisch finanziert wird. Das heißt: Arbeitgeber und Beschäftigte sowie Rentner und Rentenversicherung bezahlen zu gleichen Teilen die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung. Das gilt nicht nur – wie bisher – für den allgemeinen Beitragssatz. Dies soll ab 2019 auch für den individuellen Zusatzbeitrag gelten, den jede Krankenkasse selbst bestimmt.

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