Lexikon

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Bibliotheksregale mit Büchern. – Bild: Getty Images/iStockphoto/Connel_Design

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Sonderausgabenabzug bei Altersvorsorgebeiträgen

Beiträge zur Altersvorsorge können in gewissem Umfang als Sonderausgaben bei der Steuererklärung vom Bruttoeinkommen vor der Versteuerung abgezogen werden.

Altersvorsorgeaufwendungen in diesem Sinne sind 

  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung,

  • Beiträge an die landwirtschaftliche Alterskasse,

  • Beiträge an berufsständische Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen und

  • Beiträge für eine private Rürup-Rente (Basisrente).

    Diese Ausgaben werden jedoch nicht in voller Höhe, sondern nur bis zu einem Höchstbetrag berücksichtigt. Dieser entspricht jeweils dem Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf einen vollen Betrag in Euro (§ 10, Abs. 3 Einkommensteuergesetz - EStG). Er beträgt 2017 23.362 in den alten und 20.832 in den neuen Ländern.

    Da aber im Jahre 2017 nur 84 Prozent der Altersvorsorgebeiträge als Sonderausgaben angesetzt werden können (§ 10, Abs. 3, Sätze 4 und 6 EStG), können auch diese Höchstbeträge nur zu 84 Prozent ausgeschöpft werden. Das sind 19.624 Euro in den alten und 17.499 Euro in den neuen Bundesländern. Erst im Jahre 2025 werden die Beiträge zu 100 Prozent als Sonderausgaben abzugsfähig sein (§ 10 Abs. 3, Sätze 4 und 6 EStG).

    Bei den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung wird aber zuvor der 50prozentige Arbeitgeberanteil abgezogen (§ 10 Abs. 3, Satz 5 EStG).

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