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Eigentümerverband fordert Entlastung bei erster Immobilie

Nur privates Eigentum sorge für mehr Wohnraum – und verbessere zugleich auch noch die Altersvorsorge , meint der Eigentümerverband Haus und Grund. Erstkäufer sollten daher von der Grunderwerbsteuer befreit werden und einen Freibetrag für Mieteinnahmen erhalten.

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Privatmann arbeitet mit Maurerkelle an einer Haus-Neubau mit Mauerziegeln.

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Der Präsident des Eigentümerverbands Haus und Grund, Kai Warnecke, hat die Bundesregierung zu einem Kurswechsel beim Neubau von Wohnraum aufgefordert. „Statt den Staat weiter aufzublähen, muss die Regierung Bürgerinnen und Bürgern in die Lage versetzen, den dringend notwendigen Wohnraum zu bauen“, sagte Warnecke anlässlich des Zentralverbandstags in Saarbrücken.

Haus und Grund richtete sich mit mehreren Vorschlägen an die Bundesregierung: Diese sehen vor allem Steuererleichterungen für Bürgerinnen und Bürger vor, die zum ersten Mal eine Immobilie kaufen oder vermieten. Wer nach dem Kauf selbst in die Immobilie einziehe, der solle von der Grunderwerbsteuer befreit werden. Sie beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises und beläuft sich bei üblichen Summen schnell auf Tausende Euro – für viele Menschen eine hohe Last.

Bei der ersten vermieteten Immobilie spricht sich der Eigentümerverband für Freibeträge aus – so sollten nicht nur ein Teil der Grunderwerbsteuer, sondern auch die ersten 6.000 Euro an Mieteinnahmen im Jahr erlassen werden.

Erleichterungen bei Sanierungen und für unter 35-Jährige

Viele Mieter wünschten sich Wohneigentum, zudem sei dieser wichtig zur Altersvorsorge, so der Verband. Gerade in der Gruppe der 25- bis 45-Jährigen sinke jedoch der Anteil derer, die in der eigenen Immobilie wohnen.

Für unter 35-Jährige gehört daher zu den weiteren Vorschlägen ein zweckgebundener Bonus, den diese auf die Erwerbsnebenkosten erhalten sollen. Ferner spricht sich Haus und Grund für finanzielle Erleichterungen bei Sanierungen aus.

Warnecke sagte, es funktioniere nicht, Neubau in die Hände von Institutionen zu legen. Die geplante Bundesbaugesellschaft werde daran nichts ändern. „Wir brauchen in Deutschland nicht nur neue Wohnungen, sondern eine neue Generation von Immobilieneigentümern“, sagte er. Eigentum mache Menschen unabhängig und sichere gegen Unsicherheiten ab. Die Bundesregierung müsse daher „Hürden abbauen und Anreize für den Neubau und die Altersvorsorge schaffen“, so Warnecke.

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