Hamburg (ots). Die finanzielle Zukunft ihrer Kinder hat für viele Eltern in Deutschland einen hohen Stellenwert. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Hamburg Direct Bank. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte zur Frühstart-Rente zeigen die Ergebnisse, dass viele Familien bereits eigenständig die Initiative ergriffen haben: Rund 78 Prozent der befragten Eltern sparen bereits gezielt für ihre Kinder. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) beginnt damit schon in den ersten drei Lebensjahren des Nachwuchses.
Als Hauptgrund für das Sparen nennen 54 Prozent der Eltern den frühzeitigen Vermögensaufbau. Dahinter folgen konkrete Sparziele (45 Prozent) sowie die Förderung der finanziellen Bildung ihrer Kinder (43 Prozent).
Sicherheit steht an erster Stelle
Bei der Entscheidung für eine Geldanlage spielt Sicherheit die wichtigste Rolle. Mehr als die Hälfte der Eltern (51 Prozent) nennt dieses Kriterium als maßgeblichen Faktor. Erst danach folgen niedrige Kosten (46 Prozent) und eine hohe Rendite (35 Prozent). Auch eine unkomplizierte Handhabung (33 Prozent) sowie Flexibilität und Transparenz (23 Prozent) sind für viele Eltern entscheidend.
Die Eltern setzen dabei auf verschiedene Anlageformen. 47 Prozent nutzen Wertpapierdepots für den Vermögensaufbau ihrer Kinder, dicht gefolgt von klassischen Sparkonten (45 Prozent) sowie Einlagenprodukten wie Tages- und Festgeld (40 Prozent).
„Die Mehrfachnennungen deuten darauf hin, dass Eltern verschiedene Spar- und Anlageprodukte miteinander kombinieren, um Sicherheit, Flexibilität und Renditechancen für ihre individuellen Sparziele miteinander zu verbinden“, sagt Frank Rabouw, Leiter des Bereichs Products bei der Hamburg Commercial Bank und verantwortlich für die Hamburg Direct Bank. „Bemerkenswert ist, dass klassische Sparkonten weiterhin weit verbreitet sind, obwohl deren Verzinsung häufig geringer ist als bei Tages- und Festgeldanlagen.“
Sparraten meist moderat
Die meisten Familien sparen regelmäßig: Am häufigsten liegt die monatliche Sparrate zwischen 50 und 99 Euro (26 Prozent). Weitere 17 Prozent legen zwischen 100 und 149 Euro zurück, während 16 Prozent weniger als 50 Euro pro Monat sparen. Die Umfrage zeigt zudem, dass entsprechende Spielräume nicht überall vorhanden sind. Von den Eltern, die derzeit kein Geld für ihre Kinder zurücklegen (18 Prozent), nennen 65 Prozent fehlende finanzielle Mittel als Hauptgrund.
