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Deutschland bei Lohnkosten im EU-Mittelfeld

IMK: Bei den Arbeitskosten liegen Beschäftigte mit durchschnittlich 34,60 Euro pro Stunde an sechster Stelle unter den EU-Ländern.

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Steigende Stapel von Münzen mit roter Kurve, im Hintergrund Mann mit Ordner und Taschenrechner. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andriy Popov

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Düsseldorf/ Bad Homburg (imk/sth). Trotz des wirtschaftlichen Booms und geringer Arbeitslosigkeit rangierte Deutschland Ende 2017 bei den Arbeitskosten für die private Wirtschaft mit im Schnitt 34,60 Euro pro Stunde an sechster Stelle unter den EU-Ländern, fast gleichauf mit Österreich (34,50 Euro). Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Analyse des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervor. Im Jahr zuvor lag die Bundesrepublik demnach auf Position sieben. Die Studie zeige auch, dass die deutschen Lohnnebenkosten im europäischen Vergleich leicht unterdurchschnittlich seien, so das IMK.

Mit nominal 2,8 Prozent lag der Zuwachs der deutschen Arbeitskosten 2017 laut den Düsseldorfer Wissenschaftlern zwar erneut über dem Durchschnitt aller EU-Staaten (2,5 Prozent) und des Euroraums (2,0 Prozent). Trotzdem sei der Anstieg im Gesamtzeitraum seit 2001 in Deutschland mit 2,1 Prozent im Jahresmittel "der drittniedrigste nach den Euro-Krisenländern Griechenland und Portugal" gewesen. Ähnlich sehe es bei der für die internationale Wettbewerbsfähigkeit wichtigeren Lohnstückkostenentwicklung aus, ermittelten die IMK-Forscher.  

„Die Erfahrungen der vergangenen Jahre sind eindeutig: Deutschland geht es wirtschaftlich besser, seitdem die Fixierung auf möglichst niedrige Arbeits- und Lohnstückkosten etwas nachgelassen hat“, sagte Prof. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK bei der Vorstellung der Studie. „Die deutschen Unternehmen sind international sehr wettbewerbsfähig, aber das waren sie auch vor zehn bis 15 Jahren, als sich Wachstum und Beschäftigung weitaus schwächer entwickelten als heute. Jetzt wächst die deutsche Wirtschaft solide, und das nicht trotz, sondern wegen der etwas stärkeren Zunahme bei den Löhnen."

Mehr zum Thema:

www.boeckler.de

Link zur Studie des IMK (im pdf-Format)

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