Ihre-Vorsorge Logo

DIW für weiteres milliardenschweres Konjunkturpaket

Die deutsche Wirtschaft wird sich laut DIW nur langsam erholen. Die Politik sollte jetzt auf Zukunftswachstum setzen und mehr investieren.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Hand eines Mannes im Hintergrund zeigt auf den Begriff Investition, umrahmt von Wirtschaftssymbolen.

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Deutschland braucht aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ein weiteres Konjunkturpaket. Rund 192 Milliarden Euro sollen demnach in den nächsten zehn Jahren investiert werden: etwa in Kitas und Ganztagsschulen, in Schlüsseltechnologien, Unternehmensgründungen, eine Entschuldung der Kommunen und eine Umstiegsprämie für Menschen, die vom Auto auf Fahrrad, Bus und Bahn wechseln.

Ziel müsse ein digitaler, ressourcen- und klimaschonender Umbau der Industrienation sein, teilte das Institut am Donnerstag mit.

Zweites Konjunkturpaket für mittelfristiges Wachstum

Die Bundesregierung plant, die Wirtschaft in der Corona-Krise bis 2021 mit 130 Milliarden Euro anzukurbeln. „Wir sollten nicht nur die nächsten zwei Jahre einen Konjunkturimpuls haben, sondern für die nächsten zehn Jahre das Wachstum verstetigen“, sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Deutschland könne sich nicht „aus der Krise hinausexportieren“ wie nach der Finanzkrise. „Unsere Kassenschlager – Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen – werden nicht mehr nachgefragt.“

Das vorgeschlagene zweite Konjunkturpaket schaffe mehr Arbeitsplätze als durch die Corona-Krise verloren gegangen seien. Durch höhere Steuereinnahmen finanziere es sich knapp zur Hälfte selbst.

Das Institut rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 8,1 Prozent schrumpft und im nächsten Jahr um 4,3 Prozent wächst. Kommt das bereits geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung nicht, fiele die Bilanz jeweils 1,3 Prozentpunkte schlechter aus. Eine zweite Corona-Welle würde die Prognose weiter trüben.

Weitere Informationen

www.diw.de
Pressemitteilung des DIW vom 11.06.20

Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Wer Steuern hinterzogen hat, kann mit einer Selbstanzeige beim Finanzamt straffrei davonkommen. So funktioniert sie Schritt für Schritt.

Time
2 Minuten

Bargeld spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, doch Verbraucher zahlen immer öfter elektronisch oder per Karte, zeigt eine neue Studie. Andere Länder sind aber weit voraus.

Time
2 Minuten

Sprachkurs, Bewerbungsmappe oder doppelte Miete: Was alles zu den Werbungskosten zählt und wann sich die Ausgaben wirklich auszahlen. Experten-Tipps für die nächste Steuererklärung.

Time
3 Minuten

Frankfurt und München galten lange als gefährdet in Sachen Immobilienblasen. Eine neue Studie sieht die Lage nun deutlich entspannter. Dahinter stecken mehrere Gründe.

Time
2 Minuten

Es zeichnet sich ab, dass Haushalte in diesem Jahr fürs Heizen oft mehr bezahlen müssen als 2025. Wer mit Gas heizt, könnte erstaunlicherweise aber noch Glück haben. Eine neue Studie nennt Gründe.

Time
3 Minuten

Steigende Energiepreise belasten viele Haushalte. Doch gerade beim Heizen sehen Fachleute noch viel Sparpotenzial – Hunderte Euro bei Wohnungen, in Einfamilienhäusern noch mehr. So gelingt es.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026