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„Elster“ kämpft weiter mit heftigen Problemen

Die Steuer-Plattform musste zeitweise sogar abgeschaltet werden. Sind Hacker schuld?

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Ansicht Computerbildschirm Online-Finanzamt ELSTER.

© Nicht definiert

München (dpa). Nach Problemen bei der bundesweiten Steuer-Plattform „Elster“ im Zusammenhang mit der Grundsteuererklärung ist die Internetseite am Montag vorübergehend ganz abgeschaltet worden. Am Wochenende waren technische Schwierigkeiten auf der Seite aufgetreten, weil viele Bürger gleichzeitig wegen der neuen Grundsteuer die Seite aufgerufen haben.

Auch am Montagvormittag wurden die Nutzer zunächst informiert, dass es „aktuell zu Einschränkungen bei der Verfügbarkeit“ wegen eines enormen Interesses an den Formularen zur Grundsteuerreform komme. Danach wurden Wartungsarbeiten an dem Portal ab 13.00 Uhr nachmittags angekündigt. Während dieser Arbeiten war die Seite überhaupt nicht mehr erreichbar. Später ging sie dann wieder ohne Warnhinweise online.

Hackerattacke ausgeschlossen

Das Bayerische Landesamt für Steuern, das die Seite „Elster“ (Abkürzung für „Elektronische Steuererklärung“) für ganz Deutschland betreibt, hatte darauf hingewiesen, dass nur die starke Nutzung der Seite Grund für die Probleme sei. „Es wird mit Hochdruck an einer Lösung der technischen Schwierigkeiten gearbeitet“, sagte eine Sprecherin am Montag. Einen Hackerangriff als Ursache schloss die Behörde aus.

Die Probleme betrafen der Behörde zufolge ausschließlich die Seite www.elster.de und das verwandte Portal „Mein Elster“, in dem sich die Nutzer persönlich einloggen können. Buchhaltungssoftware, die über eine „Elster“-Schnittstelle die Daten übermittle, sei nicht eingeschränkt gewesen.

Zeitdruck haben die Eigentümer von Häusern und Wohnungen noch nicht. Die Grundsteuererklärung muss erst bis 31. Oktober abgegeben werden. Der Präsident der Bundessteuerberaterkammer, Hartmut Schwab, forderte dennoch bereits eine Verlängerung der Abgabefrist. „Es ist nicht verwunderlich, dass die IT dieser Belastung nicht standhält“, sagte er der „Welt“. Voraussichtlich werde es so weitergehen. „Die Zugriffe werden ja nicht weniger“, sagte Schwab. Der Zeitplan der Steuerverwaltung sei von Anfang an unrealistisch gewesen.

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