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Experten: Abschaffung der EEG-Umlage bringt keine große Entlastung

Der große Befreiungsschlag für die Stromkunden ist sie nicht, die Abschaffung der EEG-Umlage. Woran das liegt und was der Schritt bedeutet.

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Berlin (dpa). Die Abschaffung der EEG-Umlage über die Stromrechnung ab Juli bringt aus Sicht von Energieexperten und Verbänden keine spürbare Entlastung für die Verbraucher. „Es ist unwahrscheinlich, dass die EEG-Umlage derzeit zu sinkenden Strompreisen führen wird, weil aufgrund der Kriegssituation die Preise für fossile Energieträger explodieren und damit auch der Strompreis“, sagte die Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung der Deutschen Presse-Agentur.

EEG-Umlage allein kann die Energiekosten nicht abfedern

Der Bundestag stimmt an diesem Donnerstag über die Abschaffung der Umlage über die Stromrechnung ab. Die Preise, die Stromversorger für den Einkauf von Strom bezahlen müssten, seien in den vergangenen Wochen auf nie da gewesene Höhen gestiegen und stiegen weiter, sagte Kerstin Andreae, Chefin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, der dpa. „Sie werden auch auf die Energiekosten für Haushaltskunden durchschlagen. Die Abschaffung der EEG-Umlage allein kann das nicht abfedern.“

Regierung zog die Abschaffung der EEG-Umlage um ein Jahr vor

Bisher beträgt die Umlage über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 3,72 Cent pro Kilowattstunde. Sie war zu Jahresbeginn auch mit Hilfe von Zuschüssen aus dem Bundeshaushalt bereits gesenkt worden. Eigentlich sollte die Umlage erst Anfang 2023 abgeschafft werden, die Koalition zog dies aber wegen der rasant gestiegenen Energiekosten vor. Nun soll die Finanzierung der Kosten für Förderungen von Ökostromanlagen über den Strompreis zum 1. Juli auf null gesenkt werden. Die Förderung endet aber nicht, sondern die Kosten trägt dann der Bundeshaushalt.

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