Ihre-Vorsorge Logo

„Finanztest“: Aktiendepot regelmäßig checken

Nach den Kursgewinnen in 2021 sollten Anleger Ihren Depotmix prüfen, rät „Finanztest“. Wann es sinnvoll ist, umzuschichten.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Figuren eines Bären und eines Bullen stehen auf dem Tisch in der Frankfurter Börse. Bild: IMAGO / Westend61

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Das Jahr 2021 war für Anleger eines der erfolgreichsten in 50 Jahren Börsengeschichte. Der Weltaktienmarkt legte um 31,6 Prozent zu, der deutsche Markt um rund 14 Prozent, berichtet die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 2/2022) der Stiftung Warentest. Kleiner Haken: Ob sich diese Entwicklung in diesem Jahr genauso fortsetzt, ist eher ungewiss.

Immer wieder gibt es an den Börsen auch größere Rücksetzer, wie zum Beispiel der Kursrückgang im November gezeigt hat. Der Dax sank innerhalb kurzer Zeit von über 16.200 Punkten auf unter 15.200 Punkte. Anleger sollten das immer im Kopf behalten – und deshalb immer wieder ihre Depotstruktur auf den Prüfstand stellen.

Aktien verkaufen, Zinsanlagen kaufen

Wem zum Beispiel die Aussicht auf Verluste schlaflose Nächte bereitet, sollte seine Aktienanlage eher klein halten und mit einem größeren Anteil an schwankungsarmen Zinsanlagen kombinieren. Wer umgekehrt bereit ist, mehr Risiko zu tragen, kann den Aktienanteil entsprechend erhöhen und die Zinsanlagen klein halten.

Der einmal gewählte Mix sollte dann regelmäßig überprüft werden. Sind Aktien in einem Jahr stark gestiegen, kann es sinnvoll sein, den Aktienanteil zu reduzieren, zum Beispiel indem Anteile von ETF verkauft und das Geld in Zinsanlagen gesteckt wird.

Aktiv werden müssen Anlegerinnen und Anleger nach Ansicht der „Finanztest“-Experten aber erst bei einer Abweichung von 10 Prozent. Wer also sein Geld zur einen Hälfte in Aktien und zur anderen Hälfte in Zinsanlagen steckt, sollte tätig werden, wenn der Aktienanteil 60 Prozent übersteigt. Tipp: Rentenfonds Euro sollten wegen des Zinsänderungsrisikos derzeit eher nicht aufgestockt werden.

Depot nicht überfrachten

Wichtig: Wer mehrere Aktienfonds oder ETF mit Zinsbausteinen kombiniert, sollte sich die einzelnen Bestandteile anschauen. Auch hier kann durch Kurssteigerungen das einmal festgelegte Verhältnis aus dem Gleichgewicht geraten. In einem solchen Fall ist es laut „Finanztest“ nicht nur komplizierter zu rechnen. Es kann auch teurer werden, denn Umschichtungen von kleinen Beträgen können bei einigen Banken vergleichsweise hohe Gebühren zur Folge haben.

Sinnvoll ist es deshalb nach Ansicht der Stiftung Warentest, das Depot nicht zu kleinteilig aufzubauen. „Viele Fonds ergeben nicht zwangsläufig eine gute Streuung“, schreiben die Experten. Gut ist es, der Basisanlage solche Fonds beizumischen, die einen Teil der Schwankungen des Weltmarktes ausgleichen.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Bargeld spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, doch Verbraucher zahlen immer öfter elektronisch oder per Karte, zeigt eine neue Studie. Andere Länder sind aber weit voraus.

Time
2 Minuten

Sprachkurs, Bewerbungsmappe oder doppelte Miete: Was alles zu den Werbungskosten zählt und wann sich die Ausgaben wirklich auszahlen. Experten-Tipps für die nächste Steuererklärung.

Time
3 Minuten

Frankfurt und München galten lange als gefährdet in Sachen Immobilienblasen. Eine neue Studie sieht die Lage nun deutlich entspannter. Dahinter stecken mehrere Gründe.

Time
2 Minuten

Es zeichnet sich ab, dass Haushalte in diesem Jahr fürs Heizen oft mehr bezahlen müssen als 2025. Wer mit Gas heizt, könnte erstaunlicherweise aber noch Glück haben. Eine neue Studie nennt Gründe.

Time
3 Minuten

Steigende Energiepreise belasten viele Haushalte. Doch gerade beim Heizen sehen Fachleute noch viel Sparpotenzial – Hunderte Euro bei Wohnungen, in Einfamilienhäusern noch mehr. So gelingt es.

Time
4 Minuten

Die Neuauflage des Tankrabatts soll Autofahrer kurzfristig entlasten, stößt aber auf Kritik. Verbraucherschützer und Sozialverbände fordern gezieltere Maßnahmen für Haushalte mit geringem Einkommen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026