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Handytarife: Unlimited-on-Demand ist kein Flatrate-Ersatz

Unlimited-on-Demand-Tarife locken mit flexibler Nachbuchoption. Doch für wen lohnen sich solche Tarife und die damit verbundenen Mehrkosten wirklich? Experten geben eine klare Einschätzung.

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Handytarife: Unlimited-on-Demand ist kein Flatrate-Ersatz

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Heidelberg/Berlin (dpa/tmn). Auf dem Handytarif-Markt tummeln sich seit einiger Zeit sogenannte Unlimited-on-Demand-Angebote. Das sind Tarife mit der Möglichkeit, beliebig oft Daten nachzubuchen, wenn das eingeschlossene Datenvolumen erschöpft ist.

Im Vergleich zu normalen Tarifen mit demselben Inklusivvolumen liegen die Mehrkosten für die Nachbuchmöglichkeit je nach Anbieter und Tarif zwischen 5 und 20 Euro im Monat.

Nicht lohnenswert für Vielnutzer – und für die anderen auch nicht

Zwar seien solche Tarife meist erheblich günstiger als echte unlimitierte Flatrates (25 bis 85 Euro im Monat je nach Tarif, Netz und Geschwindigkeit), eigneten sich als Alternative dafür jedoch kaum, analysiert das Vergleichsportal Verivox.

Das Fazit der Experten: Unlimited-on-Demand sei weder lohnenswert für Vielnutzer noch für alle anderen – denn die benötigten lediglich einen richtig dimensionierten, normalen Tarif.

Zwei Probleme: Kleinteiliges Nachbuchen und Nichtnutzung

Im Alltag zeigen sich Verivox zufolge zwei Probleme von Unlimited-on-Demand-Tarifen:

  • Nachbuchen, etwa per App, ist so kleinteilig gestaltet – meist in Ein-Gigabyte-Schritten -, dass der Datenkonsum bei intensiver Nutzung oft mehrfach am Tag unterbrochen werden würde. Beispiel: Ein Gigabyte (GB) Daten ist beim Streamen von HD-Videos oft schon nach 20 bis 30 Minuten verbraucht.
  • Wenn man die Nachbuch-Option gar nicht nutzt, hat man im Vergleich zu einem normalen Tarif mit demselben Inklusivvolumen viel gezahlt.

Normaler Tarif reicht meist – 12 GB Durchschnittsverbrauch

Für den Normalgebrauch genügt den Experten zufolge meist ein normaler Tarif – die sogenannte Allnet-Flatrate – mit passendem Inklusivvolumen: Der Durchschnittsverbrauch hierzulande liegt bei etwa 12 GB im Monat. Viele Nutzer unterschätzten, wie oft sie eigentlich in WLAN-Netzen eingewählt sind und dann gar keine mobilen Daten verbrauchen.


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