Ihre-Vorsorge Logo

Immobilienboom stark befeuert durch wenige Regionen

Für den anhaltenden Immobilienboom sind vor allem die Großstädte verantwortlich – hier stiegen die Preise rund doppelt so stark wie in Landkreisen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Junge Familie grübelt im Garten über einer Hauszeichnung. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

© Nicht definiert

Frankfurt/Main (dpa). Der anhaltende Immobilienboom wird laut einer Studie von relativ wenigen Regionen stark befeuert. Die Preise für Wohnungen seien seit 2005 zwar in fast allen Städten und Landkreisen gestiegen, heißt es in einer Analyse des Verbands der Sparda-Banken. Doch in weniger als einem Viertel der Regionen hätten die Preise mehr zugelegt als im Bundesschnitt, wo das Plus bei 3,4 Prozent pro Jahr lag. „Die bereits teuren Regionen sind auch die dynamischsten“, heißt es in dem Papier, das am Freitag in Frankfurt vorgestellt wurde.

Die Preise klettern vor allem in Großstädten

Verantwortlich für den starken Preisanstieg seien vor allem Großstädte. In Berlin betrage das Plus bei den Wohnungspreisen das 2,4-fache des Bundesschnitts, in Hamburg das 2-fache, so die Autoren. Insgesamt verteuerten sich Immobilien vom ersten Quartal 2005 bis zum dritten Quartal 2018 in Berlin um fast 129 Prozent, gefolgt etwa vom Landkreis München (117), der Stadt München (116) und Hamburg (110). Im bundesweiten Mittel kletterten die Preise um gut 54 Prozent.

Generell seien die Preise im untersuchten Zeitraum in Städten rund doppelt so stark gestiegen wie in Landkreisen. Dabei strahlen die Metropolen immer weiter ab. „Der Wirkungskreis von München beträgt mehr als 100 Kilometer“, sagte Hanno Kempermann, Projektleiter bei der Beratungsgesellschaft IW Consult, dem Partner für die Studie.

Starkes Preisgefälle zwischen Stadt und Land

Im Bundesschnitt kosten Immobilien demnach 264.000 Euro. Dafür erhalten Käufer 111 Quadratmeter, müssen sich in Großstädten aber mit weit weniger zufrieden geben. An der Spaltung dürfte sich wenig ändern: Die besten wirtschaftlichen Aussichten und damit auch weiter steigende Immobilienpreise sehen die Autoren für Süddeutschland und allen voran den Großraum München sowie die Ballungsräume Berlin, Hamburg und Frankfurt. Hinten lägen das Ruhrgebiet und einige Teile Ostdeutschlands. Der Osten hole aber langsam auf, etwa Rostock.

Drei von zehn Mietern bis 50 Jahre planen laut der Studie den Kauf von Immobilien – 2013 war es noch jeder Vierte. Die Menschen scheuten aber das Risiko langfristiger Kredite und die hohen Preise. Fast die Hälfte sei bereit, bis zu 30 Kilometer zum Job zu pendeln.

Weitere Informationen

sparda-verband.de
Sparda-Wohnstudie 2019

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Was passiert mit dem Geld auf einem Konto, wenn sich niemand mehr darum kümmert? Wem gehört es, wenn der Kontoinhaber verstorben ist und sich keine Erben melden? Die Grünen haben eine Idee.

Time
1 Minuten

Das Finanzministerium plant eine Pflicht zur Kartenzahlung – Bargeld bleibt aber. Was die neuen Regeln für Konsumenten und Unternehmen bedeuten.

Time
4 Minuten

Die steigenden Ausgaben für das Gesundheitssystem sollen gebremst werden. Dafür kippte die Politik auch eine Informationspflicht für die Krankenkassen. Verbraucherschützer warnen vor negativen Folgen.

Time
2 Minuten

Schon mit dem Studium gestartet, aber noch nicht an Versicherungen gedacht? Auch wenn es langweilig klingt, es lohnt sich. Welche Policen Studierende vor bösen Überraschungen schützen.

Time
3 Minuten

Der Iran-Krieg hat Tanken und Heizen erheblich verteuert. Mit der vom Staat verordneten Entlastung an Deutschlands Tankstellen ist es vorerst vorbei. Die Inflationsrate könnte noch weiter steigen.

Time
3 Minuten

Miete, Lebenshaltungskosten, Studienmaterial – ein Studium kostet Geld. Der Bankenverband gibt Empfehlungen, wie Studierende ihre Finanzen im Blick behalten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026