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Inflationsrate sinkt auf niedrigsten Stand seit 2016

Negative Inflation: Teilweise sind die Preise im Corona-Jahr unter das Vorjahresniveau gefallen. Ein Alarmzeichen für Währungshüter.

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Hand mit Stift zeigt auf ein Finanzchart mit Preisentwicklung und ansteigenden Münzstapeln.

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Wiesbaden (dpa). Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Corona-Krisenjahr 2020 deutlich abgeschwächt. Stark gefallene Energiepreise und die zeitweise Mehrwertsteuersenkung drückten die Inflationsrate im Jahresschnitt auf 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das war der niedrigste Stand seit 2016 mit ebenfalls 0,5 Prozent.

Eine noch geringere Rate war zuletzt in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 (plus 0,3 Prozent) gemessen worden. Zum Vergleich: Im Jahresschnitt 2019 hatte die Inflationsrate noch 1,4 Prozent betragen.

Inflationsrate rutscht in den Minusbereich

Im Dezember lagen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Inflationsrate war damit zum fünften Mal im Jahr 2020 negativ. Gegenüber November stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Damit bestätigten die Wiesbadener Behörde vorläufige Daten.

Sinkende oder gar negative Inflationsraten sind in der Regel ein Alarmsignal für Währungshüter. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum mit seinen 19 Staaten mittelfristig eine jährliche Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an. Das ist nach Einschätzung der Währungshüter weit genug entfernt von der Nullmarke.

Die angestrebte Rate hat die EZB trotz Nullzinspolitik und Geldschwemme seit langer Zeit nicht mehr nachhaltig erreicht. Im Euroraum lag die Jahresinflationsrate nach einer ersten Schätzung der Statistikbehörde Eurostat im Dezember bei minus 0,3 Prozent.


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