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Kinderfreibetrag soll rückwirkend um mehr als 200 Euro steigen

Bundesfinanzministerium: Schritt ist verfassungsrechtlich zwingend geboten. Für 2025 und 2026 sind weitere Erhöhungen zu erwarten.

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Junge Familie mit zwei Kleinkindern

© Nicht definiert

Das Bild zeigt eine junge Familie.

Berlin (dpa). Finanzminister Christian Lindner will den Kinderfreibetrag für dieses Jahr rückwirkend um mehr als 200 Euro erhöhen. Der Freibetrag in der Lohn- und Einkommensteuer solle auf 9540 Euro steigen, bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des Finanzministeriums. Zuvor hatte die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” über die Pläne berichtet. 

Lindner hatte die rückwirkende Erhöhung bereits im April in Aussicht gestellt. Sie sei verfassungsrechtlich zwingend geboten, hieß es damals. Damit werde die Erhöhung des Kindergelds aus dem Jahr 2023 steuerlich nachgezogen. Außerdem mache auch die Erhöhung des Bürgergelds höhere Grund- und Kinderfreibeträge für die arbeitende Bevölkerung nötig. 

Das Finanzministerium geht für das kommende Jahr von einer weiteren Erhöhung des Freibetrags um 60 Euro aus. 2026 dürfte er demnach noch einmal um mehr als 150 auf dann 9756 Euro steigen. Für 2025 hatte Lindner auch eine Erhöhung des Kindergelds angekündigt. 

Eltern bekommen pro Kind automatisch entweder monatlich 250 Euro Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft, was für sie vorteilhafter ist. Der Freibetrag lohnt sich oft nur bei höheren Einkommen. Kinder aus einkommensschwachen Familien können neben dem Kindergeld auch einen Kinderzuschlag von bis zu 292 Euro pro Monat erhalten.


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