Ihre-Vorsorge Logo

Kindergeld, Kinderfreibetrag? So entscheidet das Finanzamt

Finanzielle Unterstützung vom Staat Monat für Monat aufs Konto oder Steuererleichterung am Jahresende? Beide Möglichkeiten bestehen für Eltern, aber nur eine davon steht ihnen zu. Was bringt mehr?

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Junge Familie mit zwei Kleinkindern

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Kindergeld oder Kinderfreibetrag - was lohnt sich für Eltern eigentlich mehr? Obwohl Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern nur von einem von beiden profitieren können, kann es ihnen im Grunde völlig egal sein. Der Grund: Das Finanzamt nimmt ihnen die Entscheidung mit Abgabe der Steuererklärung ab - und berücksichtigt automatisch die für Verbraucherinnen und Verbraucher günstigere Variante. Wer die Funktionsweise allerdings versteht, kann die Steuerersparnis besser einschätzen.

Und so funktioniert's: Grundsätzlich erhalten Eltern nach erfolgreicher Beantragung monatlich Kindergeld. Den Kinderfreibetrag von derzeit 6.828 Euro sowie den Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf von 2.928 Euro pro Kind berücksichtigen Finanzämter hingegen erst im Rahmen der Steuererklärung. Die Freibeträge können das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast senken. “Im Rahmen der sogenannten Günstigerprüfung wird automatisch berechnet, welche Variante finanziell vorteilhafter ist”, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. 

Ist die Steuerersparnis durch den Freibetrag größer als das bereits ausgezahlte Kindergeld, wird der Freibetrag berücksichtigt und mit dem Kindergeld verrechnet. Von der Differenz profitieren Eltern dann nachträglich. Bedeutet: Selbst wenn der Kinderfreibetrag im Einzelfall günstiger ist, muss das bereits ausgezahlte Kindergeld nicht aktiv zurückgezahlt werden. Die Verrechnung erfolgt automatisch im Steuerbescheid. Eltern erhalten dann lediglich den zusätzlichen Steuervorteil, der über das Kindergeld hinausgeht.

“Während das Kindergeld unabhängig vom Verdienst gezahlt wird, entfaltet der Kinderfreibetrag seine Wirkung vor allem bei höheren Einkommen”, erklärt Karbe-Geßler. Denn je höher der persönliche Steuersatz, desto größer ist die steuerliche Entlastung durch die Freibeträge.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Das Bundesverfassungsgericht will sich zwei Tage lang intensiv mit der Erbschaftsteuer beschäftigen. Am ersten Tag geht es um eine Klage aus Bayern und die Frage: Müsste die Steuer Ländersache sein?

Time
2 Minuten

Wer seine Heizung im Oktober noch auslässt, kann im Einfamilienhaus laut Verivox bis zu 246 Euro sparen. Doch ab welchen Temperaturen wird es kritisch für Haus und Gesundheit?

Time
2 Minuten

2025 wurden anteilig so viele Elektro-Autos in der Europäischen Union neu zugelassen wie nie zuvor. Deutschland liegt über dem EU-Schnitt, aber Spitzenreiter sind andere Länder.

Time
1 Minuten

Nicht nur Wohnhäuser sind betroffen: Auch Straßenbau und Bürogebäude sind spürbar teurer geworden.

Time
2 Minuten

Die Ökonomin Monika Schnitzer hält den Tankrabatt für das falsche Werkzeug. Um die zu entlasten, die das besonders nötig haben, sieht sie eine bessere Alternative.

Time
2 Minuten

Für den Verkaufserfolg einer Immobilie kann die Wahl eines geeigneten Maklers entscheidend sein. Was Sie berücksichtigen sollten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026