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Ministerin Reiche: Schon jetzt Preisaufschläge durch Iran-Krieg

Deutschlands Wirtschaftsministerin sieht dank diversifizierter Lieferketten keine Engpässe für die hiesige Energieversorgung. Allerdings könnten die bereits gestiegenen Preise bei einem längeren Konflikt weiter zulegen.

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Autos auf der Avus in Berlin. Bild: IMAGO / F. Berger

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Halle (dpa). Der Iran-Krieg bringt aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche neue Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft. Preisaufschläge auf den Märkten seien bereits sichtbar, die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und ob wichtige Förderanlagen oder Transportwege betroffen seien, sagte die CDU-Politikerin auf der regionalpolitischen Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums in Halle. 

Hintergrund ist vor allem die Situation an der Straße von Hormus. Über die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman wird ein großer Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen abgewickelt. Steigende Energiepreise könnten gegebenenfalls zu einer zusätzlichen Belastung für die Wirtschaft werden, sagte Reiche. Dies lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nur schwer einschätzen.

Taskforce beobachtet Märkte 

Die Bundesregierung habe deshalb ihre Krisenmechanismen reaktiviert. Man habe wieder die Taskforce ins Leben gerufen, die schon zu Zeiten der Gasmangellage aktiv gewesen sei, sagte Reiche. Diese soll die Lage mehrfach am Tag diskutieren und beobachten und könne gegebenenfalls Maßnahmen ableiten. Eingriffe in den Markt seien derzeit aber nicht geplant. Diese „macht man erst dann, wenn sie absolut unvermeidbar sind“, so Reiche.

Die wirtschaftlichen Risiken träfen Deutschland in einer Phase, in der die Konjunktur ohnehin stark von staatlichen Investitionsprogrammen getragen werde. Reiche betonte: „Jetzt ist mit einem Preisaufschlag zu rechnen, aber tatsächlich nicht mit schweren Konsequenzen.“ Für Deutschland sieht die Ministerin kurzfristig keine Versorgungsprobleme. Die Energieversorgung sei breit diversifiziert.

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