Ihre-Vorsorge Logo

Offene Immobilienfonds: trotz Preisrutsch weiter stabil

Die Krise hinterlässt bei den beliebten Fonds aber erste Spuren, zeigt eine Analyse der Ratingagentur Scope. Fünf Fonds wurden herabgestuft.

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Deutsche Börse Frankfurt, Börsensaal. Bild: IMAGO / Westend61 /  imago stock&people

© Nicht definiert

München (tö). Der Rückgang der Preise am Immobilienmarkt geht auch an den offenen Immobilienfonds nicht spurlos vorbei. Jahrelang profitierten die Fonds von der Aufwertung der Immobilien. Damit dürfte es nun vorerst vorbei sein, heißt es in einer neuen Studie der Ratingagentur Scope. Mit den Fonds können sich Privatanleger schon ab 25 Euro monatlich an Gewerbe- und Wohnimmobilien beteiligen und zum Beispiel für die zusätzliche Altersvorsorge sparen. Nach Angaben des deutschen Fondsverbands BVI waren bis Ende März 2023 bereits mehr als 130 Milliarden Euro in offene Immobilienfonds angelegt.

Fünf Fonds herabgestuft

27 Fonds untersuchten die Expertinnen und Experten der Ratingagentur. Das Ergebnis: 2022 legten die Fonds im Wert um 2,6 Prozent zu. In den Pandemiejahren 2021 und 2020 waren die Ein-Jahres-Renditen bereits auf im Durchschnitt 2,6 und 2,2 Prozent geschrumpft, bedingt durch Mietausfälle und die sinkende Nachfrage nach Büros. 2019, vor Corona, hatten die durchschnittliche Rendite noch 3,2 Prozent betragen.

Scope hat auch die Ratings der meisten Fonds aktualisiert, also den Fonds neue Zeugnisse ausgestellt. Erneut schneidet keiner der Fonds besser ab. Bei 13 Fonds blieb die Note unverändert. Fünf Fonds hat die Ratingagentur herabgestuft. Diese sind:

  • Grundbesitz Fokus Deutschland
  • Hausinvest
  • Leading Cities Invest
  • UBS Euroinvest Immobilien
  • Uniimmo Europa

Inwieweit der Rückgang der Immobilienpreise die Fonds belasten wird, ist noch ungewiss. Dies liegt der Scope-Untersuchung zufolge daran, dass mit großen Gewerbeimmobilien derzeit kaum gehandelt werde, was die Preisfindung erschwert. In der Studie wird aber darauf hingewiesen, dass die Bestände in den Fonds zu mehr als drei Vierteln aus Gebäuden bestehen, die vor 2019 erworben wurden. Ein Rückschlagspotential sehen die Experten deshalb vor allem bei Objekten, die danach in der Höchstpreisphase gekauft wurden.

Trotzdem erwartet Scope, dass die sogenannten Wertänderungsrenditen der Fonds zurückgehen. Andererseits profitieren die Fonds vom Zinsanstieg, weil sie ihre liquiden Mittel nun wieder besser verzinslich anlegen können.

Bei den Vermietungen könnte zwar die Vermietungsquote leicht zurückgehen, wegen der geringeren Nachfrage nach Büroimmobilien in der Peripherie und bestimmten Einzelhandelsobjekten. Für die meisten gewerblichen Marktsegmente sei „mit sinkender Nachfrage und steigenden Leerständen zu rechnen“, heißt es in der Untersuchung. Die Mietrenditen könnten aber zulegen, auch weil die meisten Mietverträge Indexmietverträge sind. Dadurch haben die Fonds die Möglichkeit, mit dem Anstieg der Inflation deutlich höhere Mieten durchzusetzen. Die Fondsmanager der Fonds wollen nun verstärkt in Wohnimmobilien investieren.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Wärmepumpe statt Ölheizung, Elektroauto statt Verbrenner: Millionen Haushalte investieren bereits in die Energiewende. Doch in vielen Fällen scheitert es am Geld.

Time
2 Minuten

Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland erreicht einen Rekordwert. Was steckt hinter dem starken Anstieg im vergangenen Jahr?

Time
2 Minuten

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben nach Abzug der Teuerung im Schnitt mehr Geld in der Tasche. Das ist eine gute Nachricht für die Konjunktur. Doch die vielen Krisenjahre wirken nach.

Time
2 Minuten

Im vergangenen Jahr wurden laut „Bau-Monitor“ fast 85.000 Wohnungen weniger gebaut als 2023. Mit Folgen für die gesamte Wirtschaft.

Time
2 Minuten

Mehr Geld im Portemonnaie für Millionen Beschäftigte: Bisher sieht es danach aus, als würden die Tariflohnerhöhungen im laufenden Jahr die Inflation schlagen. Doch es gibt noch einige Fragezeichen.

Time
2 Minuten

Die Steuererklärung lässt sich auch nach dem Absenden noch korrigieren - bestenfalls reagiert man sofort, sobald man den Fehler bemerkt. Was konkret gilt und wie Betroffene vorgehen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026