Berlin (dpa) – Mit einer Reform der milliardenschweren staatlichen Gebäudeförderung will die Bundesregierung den Fokus künftig auf die Sanierung legen. Zugleich werden Fördersätze etwa für den Einbau von Wärmepumpen verringert. Ziel sei es, dass möglichst viele Menschen vom Förderprogramm profitieren, damit sie „Energiefresser“ wie alte Fenster, Türen und Gasheizungen austauschen und Häuser und Wohnungen sanieren, wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Hintergrund ist auch die Drosselung russischer Gaslieferungen.
Die Fördersätze werden verringert, um 5 bis 10 Prozentpunkte. Beispiele: Früher bekam man laut Ministerium bis zu 30.000 Euro Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe, nach der Reform bis zu 24.000 Euro. Für einen Fensteraustausch konnte man früher bis zu 15.000 Euro bekommen, nach der Reform seien es 12.000 Euro.
Änderungen treten noch im Juli in Kraft
„In Zukunft bekommt der oder die Einzelne etwas weniger an Förderung als vorher, aber dafür können viele Menschen von den Förderprogrammen profitieren“, erläuterte Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck.
Die Änderungen bezüglich der Sanierungen sollen bereits am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht werden und am Donnerstag in gestufter Reihenfolge in Kraft treten. Vom 28. Juli an gelten demnach neue Förderbedingungen bei Komplettsanierungen und der noch laufenden Neubauförderung und ab dem 15. August neue Förderbedingungen bei Einzelmaßnahmen der Sanierung.
Die Neubauförderung soll weitgehend auf zinsverbilligte Kredite umgestellt werden – und in einem weiteren Schritt vom Bauministerium in enger Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium für das Jahr 2023 grundlegend umgestaltet werden.
