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Teuerungsrate fällt auf tiefsten Stand seit März 2022

Die Inflation sinkt weiter. Verbraucherschützer sehen jedoch kaum Entspannung und fordern ein Eingreifen der Bundesregierung.

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Rentnerin bezahlt an der Supermarktkasse mit einem Fünf-Euro-Schein. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

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Wiesbaden (dpa). Die Inflation in Deutschland ist weiter auf dem Rückmarsch. Mit 6,1 Prozent sank die jährliche Teuerungsrate im Mai auf den niedrigsten Stand seit März 2022. Im Mai verlor der allgemeine Preisauftrieb auf Verbraucherebene auf hohem Niveau im dritten Monat in Folge an Tempo. Sowohl die Preise für Nahrungsmittel als auch für Energie stiegen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes weitaus weniger stark als noch im April des laufenden Jahres. Die Wiesbadener Behörde bestätigte am Dienstag ihre vorläufigen Angaben von vor zwei Wochen.

„Die Inflationsrate hat sich damit weiter abgeschwächt, bleibt jedoch trotzdem auf einem hohen Niveau“, ordnete die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, ein.

Verbraucherschützer: Krise noch lange nicht vorbei

Die Verbraucherzentralen warnen vor anhaltenden Schwierigkeiten für viele Bürgerinnen und Bürger wegen hoher Preise. „Die Verbraucherkrise ist noch lange nicht vorbei“, sagte die Chefin des Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop, der Deutschen Presse-Agentur. „Finanzielle Sorgen zwingen die Menschen, in allen Bereichen des Alltags zu sparen: vom Energieverbrauch bis zum Reisen.“ Laut einer Umfrage im Auftrag des Verbands schränken sich aktuell 44 Prozent der Bundesbürger nach eigenen Angaben auch beim Kauf von Lebensmitteln ein. Im vergangenen Jahr waren es in der Umfrage 35 Prozent gewesen.

Pop forderte, die Bundesregierung müsse dringend nachsteuern und für mehr finanzielle Sicherheit sorgen.

Laut der Umfrage für die Verbraucherzentralen geben nun teils mehr Menschen als im Vorjahr an, sich als Reaktion auf hohe Preise einzuschränken. Beim Energieverbrauch sparen demnach nach eigenem Bekunden nun 76 Prozent nach 78 Prozent vor einem Jahr. Besuche in Bars und Restaurants nannten 61 Prozent nach zuvor 53 Prozent. Bei Urlaub und Reisen sparen 56 Prozent nach zuvor 50 Prozent.

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