Ihre-Vorsorge Logo

Trotz Bargeldliebe: Deutschland holt beim Digitalzahlen auf

Bargeld spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, doch Verbraucher zahlen immer öfter elektronisch oder per Karte, zeigt eine neue Studie. Andere Länder sind aber weit voraus.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Kreditkarte über Computertastatur. Bild: IMAGO / photothek / Thomas Trutschel

© Nicht definiert

Frankfurt/Main (dpa). Deutschland liegt im internationalen Vergleich beim digitalen Bezahlen zurück, holt aber laut einer Studie auf. 2025 wurden hierzulande im Schnitt rund 300 elektronische Zahlungen pro Kopf getätigt, zeigt eine Analyse der Boston Consulting Group (BCG), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das sei deutlich weniger als im EU-Durchschnitt (rund 400) und den nordeuropäischen Ländern Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland mit etwa 700. Allerdings wachse die Zahl der Pro-Kopf-Transaktionen in Deutschland mit rund 10 Prozent stärker als im EU-Schnitt (8 Prozent). Die BCG analysiert dabei alle elektronischen Zahlungen von Verbrauchern inklusive Kartenzahlungen. Ausgenommen sind Bargeld, Schecks und papierbasierte Überweisungen.

“Die Deutschen holen beim digitalen Bezahlen zwar auf, bleiben dem Bargeld aber weiterhin treu”, sagt Markus Ampenberger, BCG-Experte für Zahlungsverkehr und Co-Autor der Studie. Der Abstand zu den nordischen Ländern bleibe groß.

Auch Kartenzahlungen nehmen zu

Auch bei Kartenzahlungen allein betrachtet hole Deutschland auf. 2025 gab es laut BCG hierzulande im Schnitt 196 Kartentransaktionen pro Kopf. Auch das ist im Ländervergleich wenig: Im gesamten deutschsprachigen Raum mit Österreich und der Schweiz waren es 216 Kartenzahlungen, in der EU 327 und den nordischen Ländern 539. In den USA gab es sogar 647 Kartentransaktionen pro Kopf.

Die Zahl der Kartenzahlungen pro Kopf in Deutschland stieg aber zum Vorjahr um 11,3 Prozent – stärker als in der EU (7,9 Prozent), den nordischen Ländern und den USA.

Grundlage der Studie, die zum 24. Mal veröffentlicht wurde, sind elektronische Zahlungen von Verbrauchern ab 15 Jahren. Dabei stützt sich BCG maßgeblich auf Daten der Europäischen Zentralbank.

Bargeld in Deutschland beliebt

Bargeld ist in Deutschland traditionell beliebt, doch die Nutzung wandelt sich: 2025 bezahlten die Menschen ihre Einkäufe laut Bundesbank öfter digital als mit Bargeld. Demnach waren 55 Prozent der Transaktionen bargeldlos. Mit Scheinen und Münzen zahlen vor allem Ältere und Menschen mit wenig Einkommen oder digitaler Erfahrung.

Nach dem Willen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sollen Geschäfte und Restaurants künftig zusätzlich zu Bargeld auch digitale Zahlungen mit Karte oder Handy akzeptieren müssen. Ziel des Finanzministeriums ist, dass ein Gesetzesentwurf noch dieses Jahr im Kabinett beschlossen und 2027 umgesetzt wird.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Sprachkurs, Bewerbungsmappe oder doppelte Miete: Was alles zu den Werbungskosten zählt und wann sich die Ausgaben wirklich auszahlen. Experten-Tipps für die nächste Steuererklärung.

Time
3 Minuten

Frankfurt und München galten lange als gefährdet in Sachen Immobilienblasen. Eine neue Studie sieht die Lage nun deutlich entspannter. Dahinter stecken mehrere Gründe.

Time
2 Minuten

Es zeichnet sich ab, dass Haushalte in diesem Jahr fürs Heizen oft mehr bezahlen müssen als 2025. Wer mit Gas heizt, könnte erstaunlicherweise aber noch Glück haben. Eine neue Studie nennt Gründe.

Time
3 Minuten

Steigende Energiepreise belasten viele Haushalte. Doch gerade beim Heizen sehen Fachleute noch viel Sparpotenzial – Hunderte Euro bei Wohnungen, in Einfamilienhäusern noch mehr. So gelingt es.

Time
4 Minuten

Die Neuauflage des Tankrabatts soll Autofahrer kurzfristig entlasten, stößt aber auf Kritik. Verbraucherschützer und Sozialverbände fordern gezieltere Maßnahmen für Haushalte mit geringem Einkommen.

Time
2 Minuten

Erst wurde den Krankenkassen die Pflicht erlassen, bei einer Beitragserhöhung jeden Versicherten zu informieren. Doch es gab heftige Kritik. Nun reagiert der neue Minister.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026